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ProcessNet-Jahrestagung 2008: Thema „Energie und Rohstoffe“ bewegte die Experten

22.10.2008

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Zu der ProcessNet-Jahrestagung 2008 trafen sich rund 1200 Experten der Chemie und des Ingenieurwesens vom 7. bis 9. Oktober 2008 in Karlsruhe. In 36 Plenar- und Übersichtsvorträgen sowie zahlreichen Einzelvorträge und Poster stellten sie aktuelle Forschungsergebnisse aus verschiedenen Technologiefeldern vor und diskutierten die Perspektiven.

Wie ein roter Faden zog sich dabei die zukünftige Energie- und Rohstoffversorgung wie –nutzung durch die Veranstaltung. Die Kernfusion könnte eine saubere, sichere und unerschöpfliche Energiequelle der Zukunft sein, wie Prof. Alexander M. Bradshaw, Leiter des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching, in seinem Festvortrag ausführte. Jedoch gehe es in aktuellen Projekten wie ITER (internationales Energieforschungsprojekt www.iter.org) zunächst um Machbarkeitsstudien. Eine erste kommerzielle Nutzung der Kernfusion stellte er für 2045 in Aussicht. Andere Plenar- und Übersichtsvorträge drehten sich um Photovoltaik und um die Nutzung von Mikroalgen. Dabei birgt besonders die organische Photovoltaik große Potenziale, legte Prof. Karl Leo von der TU Dresden anhand der Entwicklung der organischen LEDs dar. Prof. Peter Hennicke vom Wuppertal Institut merkte an, dass es weniger ein Ressourcen- als ein Senkenproblem gebe, wie die CO2-Problematik deutlich mache. In diesem Zusammenhang wird derzeit CCS, die dauerhafte Lagerung von CO2, intensiv diskutiert. Dr. Alfred Oberholz, Vorsitzender der DECHEMA e.V. und von ProcessNet, fand dazu in seiner Eröffnungsrede klare Worte: „Ich persönlich sehe das als Sackgasse“. Neben den hohen Kosten wies er vor allem auf das Problem der öffentlichen Akzeptanz hin. Transport und Endlagerung seien – ähnlich wie im Fall der Kernenergie – gesellschaftlich bei weitem nicht hinreichend diskutiert.

Ehrungen und Auszeichnungen:

Mit der DECHEMA-Ehrenmitgliedschaft würdigte die DECHEMA den außerordentlich engagierten persönlichen Einsatz ihres langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Dr.h.c. Utz-Hellmuth Felcht.

Für ein besonders effizientes Studium wurden in diesem Jahr mit dem DECHEMA-Studentenpreis ausgezeichnet: Dipl.-Ing. (Chemie) Katrin Becker, TU Darmstadt, und Dipl.-Chem. Sandra Rabl, Universität Stuttgart; Dipl.-Chem. Jan Chr. Kuschnerow, TU Braunschweig, und Dipl.-Ing. Christoph Hertel, Universität Magdeburg; Dipl.-Ing. Alexander Kutter, Universität Erlangen-Nürnberg, und Dipl.-Bioing. Tina Kröber, Universi-tät Halle-Wittenberg.

Beim DECHEMAX-Schülerwettbewerb unter dem Motto „Green Chemistry – immer schön sauber bleiben“ gewannen das Team Mecklenburger_Seehasen (7. Klasse; Europaschule Gymnasium Teterow), das Team VerrückteKüken (7. Klasse; Erzbischöfliches Suitbertus Gymnasium Düsseldorf) und das Team KITeCa (11. Klasse; Josef-Effner-Gymnasium Dachau).

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