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Profibus Nutzerorganisation entwickelt EDDL und FDT weiter

15.07.2005

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Die Fieldbus Foundation (FF), Hart Communication Foundation (HCF), OPC Foundation (OPC) und die Profibus Nutzerorganisation (PNO) wollen gemeinsam die EDDL (Electronic Device Description Language) weiterentwickeln. Dazu gehören das Erstellen einer Testspezifikation und die Entwicklung von Testprozeduren für einen Compliance Test sowie das Einbringen aller Erweiterungen in die IEC-Standards. Ein Lenkungskreis, bestehend aus Vertretern der vier Nutzerorganisationen, legt weitere gemeinsame Aktivitäten fest.


EDDL, in IEC 61804-2 international genormt, ist die verbreitetste Integrationsmethodik, mit der Feldgeräte in Automatisierungssysteme eingebunden werden. 1000 Feldgerätetypen von mehr als 100 Herstellern werden per EDDL beschrieben, rund 15 Mio. darauf basierende FF-, Hart- und Profibus-Feldgeräte sind weltweit installiert. Im EDDL-Gemeinschaftsprojekt wurden im vergangenen Jahr wichtige Ergänzungen der EDD-Methodik vorgenommen (EDDL-Enhancements). Künftig verwendet der Geräteentwickler organisationsübergreifend vereinheitlichte und betriebssystemunabhängige Grafikelemente, die in Dialogsystemen einfach per EDDL-Aufruf auf dem Bildschirm aktiviert werden. Diese EDDL-Enhancements sollen die IEC 61804-2 erweitern.


Ein weiteres Projekt der PNO ist die Weiterentwicklung der FDT-Technologie, die die Kommunikationsschnittstelle zwischen Feldgeräten und den Systemen vereinheitlicht. Das Projekt wurde an die FDT Joint Interest Group (FDT JIG) übertragen, die jetzt eine überarbeitete Spezifikation fertig gestellt und in Abstimmung mit der PNO veröffentlicht hat. In der neuen Spezifikation 1.2.1 wurden neben Klarstellungen auch wesentliche Anforderungen von Anwendern eingearbeitet. Viele dieser Anforderungen im Bereich Interoperabilität und Versionsmanagement stützen sich auf die von der Namur in der Empfehlung NE 105 dokumentierten Punkte. Die Umsetzung einer der wichtigsten Anforderungen der Anwender, ein Styleguide zur einheitlichen Bedienung von bestimmten Geräteklassen, wird bis Ende August 2005 zur Verfügung stehen. Die PNO ist als Kooperationspartner der FDT JIG in alle Reviews der neuen FDT-Spezifikation eingebunden.


Zusätzlich zu den bereits unterstützten Kommunikationsprotokollen Profibus und Hart sind nun Ergänzungen für die Anwendung von FDT mit Foundation Fieldbus und Interbus eingearbeitet und ebenfalls verfügbar. Derzeit wird in den Arbeitsgruppen der FDT JIG an den Spezifikationen für AS-interface und CIP (Common Industrial Protocol für DeviceNet und Ethernet/IP) gearbeitet. Bis Ende 2005 sollen diese Ergebnisse ebenfalls zur Verfügung stehen.

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