Vielseitiger Radar-Winzling

Radar-Messgerät

12.05.2016 Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) hat Radarsensoren entwickelt, die auf einen einzelnen Chip passen und sich kostengünstig in Silizium-Germanium-Technologie anfertigen lassen. Das ermöglicht komplexen mehrkanaligen Systemen und ebnet den Weg zu einer neuen Generation von Messsystemen.

Anzeige

Entscheider-Facts

  • kompakte Baugröße
  • einfache Installation
  • 30 bis 240 GHz

Während Radarsysteme bisher aus diskreten Einzelteilen aufgebaut und vergleichsweise sperrig waren, besticht der Chip-Sensor durch sein kompaktes Format: Typische Baugrößen liegen im Bereich von 5 x 5 x 10 cm3 bis etwa Schuhkarton-Größe. Der Hochfrequenzteil des ganzen Radars findet durch die eingesetzten Halbleiter Platz auf einer Fläche von nur 2 x 2 mm2 Platz. Die Stromzufuhr und der Datenabgriff erfolgen über eine USB- oder Ethernet-Schnittstelle. Die Installation der Sensoren mit USB-Schnittstelle erfolgt nach dem Plug & Play-Prinzip. Weder für die Installation noch das Bedienen der Software zur Datenanalyse sind Radar-Fachkenntnisse nötig. Einsatzgebiete der Radarsensoren liegen überall dort, wo optische Sensoren an ihre Grenzen stoßen, etwa bei Trübungen der Luft oder hohen Temperaturen. Die aktuellen Geräteversionen mit 30 GHz, 60 GHz, 80 GHz, 94 GHz oder 240 GHz können Prozesse mit zerstörungsfreier Prüfung verbessern und aufwändige Schutzmaßnahmen wie bei der Röntgenprüfung umgehen. Der Entwickler passt das System an die Aufgabenstellung und Vor-Ort-Bedingungen im Betrieb an und erschließt Anwendern damit vielfältige Einsatzfelder wie die Strukturanalyse von Materialien, Dichtemessungen sowie Messung von Dichteverschiebungen, Vibrationsanalysen, 3D-Vermessungen von Gebäuden und Objekten, Analysen von in oder hinter Wänden verborgenen Strukturen, Feuchtigkeitsmessungen oder das Personentracking. 1607ct903

Loader-Icon