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Raffinerie-Turnaround 2016: Pörner schließt Großprojekte ab

04.07.2016 Frühjahrsputz in der Raffinerie: Am Österreichischen OMV-Standort Schwechat hat die Pörner Gruppe den geplanten Stillstand genutzt, um drei Revamp-Projekte abzuschließen. Dazu gehörte unter anderem der Austausch einer 25 m hohen und 382 t schweren Entschwefelungskolonne.

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Raffinerie-Turnaround 2016: Pörner schließt Großprojekte ab

Pörner-Geschäftsführer Peter Schlossnikel, OMV Asset Development Manager Christian Jüttner, EDL-Geschäftsführer Dr. Michael Haid sowie Christina Pötzsch (EDL), beobachten den Projektfortschritt auf dem Raffineriegelände in Schwechat. (Bild: Pörner)

Der im 6-Jahres-Turnus stattfindende Turnaround der Raffinerie in Schwechat stand bereits im April S32016 an. Ziel der Generalüberholung ist die Verfügbarkeit und Sicherheit der Anlagen für die kommende Laufperiode sicherzustellen und gleichzeitig die Effizienz innerhalb der gesamten Raffinerie zu verbessern. Die Pörner Ingenieurgesellschaft aus Wien und ihre Tochterfirma EDL Anlagenbau aus Leipzig stellten in diesem Raffinerie-Stopp gleich drei Revamp-Projekte fertig.

Ein Kernpunkt war der Austausch eines der Reaktoren in der Hydroentschwefelungsanlage HDS3, deren einer Reaktor das Ende seiner mechanischen Lebensdauer erreicht hatte. Den Schwertransport und Austausch des Reaktors hat die Firma auch in einem kurzen Dokumentarfilm festgehalten. Die weiteren Großprojekte hatten eine verbesserte Produktausbeute der DEA2- und RD4-Anlage sowie gesteigerte Produktion der Rohöl-Destillationsanlage zum Ziel.

Neben den drei der insgesamt fünf Großprojekte, die im Zuge des TAR mechanisch finalisiert wurden und weiteren Kleinprojekten, war Pörner auch mit der integrierten Terminplanung für den gesamten OMV Stopp beauftragt. Insgesamt betraf der Turnaround 13 Industrieanlagen, in deren Revision die der Raffineriebetreiber ca. 40 Mio. EUR investierte. Dabei wurden 12,6 km Rohrleitungen erneuert und 306 Tonnen Stahl verarbeitet. Bis zu 2.500 zusätzliche Mitarbeiter leisteten 600.000 Arbeitsstunden, aßen 200.000 Wurstsemmeln. Die 15 Einzelprojekte entsprachen ca. 35.000 Arbeitspaketen – alle terminlich ausgerichtet auf die Kernzeit des TAR im April 2016.

Ausführliche Berichte über die verschiedenen Projekte erhalten Sie beim Anbieter. (ak)

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