REACH: Durchführungsverordnung zur Datenteilung tritt in Kraft

26.01.2016 Am 26. Januar 2016 tritt die Durchführungsverordnung 2016/9 der EU-Kommission zur REACH-Verordnung in Kraft. Sie verpflichtet alle registrierten Hersteller und Importeure eines Stoffes, Daten über diesen Stoff zu teilen. Entstehende Kosten müssen alle Registranten dokumentieren und gerecht untereinander aufteilen.

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Nach der REACH-Verordnung müssen alle Hersteller und Importeure desselben Stoffes ihre Daten und ihre Kosten miteinander teilen (Bild: Fotolia – Franz Pfluegl) (Bildquelle: Fotolia – Franz Pfluegl)

„Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) verfolgt unter REACH weiterhin konsequent das Prinzip ‚Ein Stoff, eine Registrierung‘“, erläutert Dr. Daniel Mauder vom TÜV Süd. Die Verordnung unterstützt dieses Prinzip: Alle Unternehmen, die denselben Stoff herstellen oder importieren, müssen diesen Stoff gemeinsam registrieren. Dazu müssen sie Informationen über diesen Stoff, beispielsweise Versuchstierstudien, untereinander austauschen.

Entstehen einem Unternehmen dadurch Kosten, etwa für das Durchführen einer notwendigen Studie, müssen alle Registranten des jeweiligen Stoffes diese Kosten gemeinsam übernehmen. Zu diesem Zweck sind die Unternehmen verpflichtet, ihre Registrierungskosten über zwölf Jahre zu dokumentieren. Außerdem müssen gemeinsam ein Modell zur Kosten- und Datenverteilung vorlegen.

Weitere Informationen zur REACH-Verordnung und der gemeinsamen Nutzung von Daten bieten unter anderem TÜV Süd und die ECHA.

(ak)

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