Die Kombination macht‘s

Reaktoren und Mischsysteme für komplexe Mischprozesse

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03.11.2015 In der Verfahrenstechnik ist bei vielen Prozessen eine Komplettlösung gefragt, bei der mehrere Verfahrensschritte (zum Beispiel Mischen, Aufheizen, Reagieren, Trocknen, Kühlen) in einer Maschine zusammengefasst werden können. Abhängig von Prozessparametern müssen diese Systeme für Druck und Vakuum, für sehr unterschiedliche Temperaturbereiche und für Chargen- oder kontinuierlichen Betrieb geeignet sein.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

 

  • Triquence ist die Bezeichnung eines Mischwerks, das im Vergleich zu herkömmlichen Mischwerken die Mischzeiten reduziert, hohe Scherkrafteinleitungen ermöglicht und optimale Wärmeübertragung gewährleistet.
  • Das Misch-Prinzip ermöglicht eine erheblich höhere Umschaufelungsfrequenz ohne relevanten Anstieg der Antriebsleistung und Investitionskosten.
  • Die seitlich am Mischbehälter angebaute Wirbelkammer kombiniert ein effektives Zusatz-Mischsystem mit gleichzeitig hervorragenden Zerkleinerungseigenschaften.

Für diese komplexen Aufgabenstellungen wurden auf der Basis des horizontalen Schaufelmischers spezielle Lösungen entwickelt, die Stoffaustausch und Wärmeübertragung optimieren, in der kürzest möglichen Zeit den höchst möglichen Grad an chemischer Umsetzung realisieren, die Bildung von Agglomeraten oder Nestern mit Überkonzentrationen vermeiden, eine präzise Temperaturführung gewährleisten und das Durchfahren von Phasenwechseln bei Reaktions- und Trocknungsvorgängen durch schnelles Auflösen von Produktverklumpungen optimieren.

Hohe Umschaufelungsfrequenz
Triquence ist die Bezeichnung eines neuartigen Mischwerks, das im Vergleich zu herkömmlichen Mischwerksausführungen die Mischzeiten reduziert, hohe Scherkrafteinleitungen ermöglicht und optimale Wärmeübertragung gewährleistet.

Das System besteht aus speziell geformten Flügeln, die an den Spitzen und Enden der Mischschaufeln angebracht sind und so den gesamten Arbeitsbereich der beiden benachbarten Schaufeln überstreichen. Dadurch wird jeder Arbeitsbereich bei einer Wellenumdrehung dreimal überstrichen statt nur einmal, wie bei einem Standard-Mischwerk üblich. Das Mischprinzip ermöglicht somit eine erheblich höhere Umschaufelungsfrequenz ohne relevanten Anstieg der Antriebsleistung und der Investitionskosten.

Die über die Mischtrommelwand gleitenden Mischelemente bilden zwischen ihren äußeren Kanten und der Trommelwand einen engen Spalt, der das Mischgut schert. Bei schwierigeren Mischaufgaben – wie dem Benetzen von Pulvern mit Flüssigkeiten oder dem Einmischen von faserigen Bestandteilen in Pulver – kommt es vor allem auf diese Scherkrafteinleitung an, um zum Beispiel sich bildende Agglomerate aufzulösen. Durch die wesentlich höhere Umschichtungsrate des Mischguts wird diese Scherkrafteinleitung vervielfacht.

Bei Reaktions- und Trocknungsprozessen sowie Heiz- und Kühlvorgängen ist der Wärmedurchgang von der beheizten bzw. gekühlten Wand zum Produkt im Mischer von größter Bedeutung. Erheblichen Einfluss auf diesen Wärmetransport hat neben der Mischwerksdrehzahl auch die Häufigkeit der Umschaufelungen. Mit dem Triquence-Mischwerk kann der Wärmedurchgang um bis zu 250 % gesteigert werden, gemessen bei Vakuumtrocknern im Vergleich zu Trocknern mit Standard-Mischwerken.

Heftausgabe: November 2015
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Über den Autor

Ralf Kaczmarek, Projektingenieur Lipp Mischtechnik
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