Manchmal zählt jede Minute

Rohre und Rohrverbindungen für die chemische Industrie

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04.12.2015 Vielleicht ist es ein großes Rohr, vielleicht auch nur ein kleiner Flansch: Wenn bei Bau-, Wartungs- oder Reparaturarbeiten innerhalb einer chemischen Anlage ein Bauteil fehlt, geraten die Arbeiten ins Stocken und die Anlage kann nicht produzieren. Solch ein Produktionsausfall kann den Betreiber unter Umständen sehr viel Geld kosten.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Ein fehlendes Rohr oder ein fehlender Flansch können eine komplette Anlage zum Stillstand bringen.
  • Aufgrund der Ausgliederung der Materialwirtschaft in vielen Unternehmen haben sich klassische Stahlhändler hin zum Dienstleister gewandelt. Über digitale Schnittstellen liefern sie Anlagenbetreibern fehlende Teile in der benötigten Qualität. Und das alles just in time.
  • Um dies leisten zu können, setzt das Unternehmen auf auditierte Lieferanten, ein spezielles Lagersystem sowie Logistikunternehmen mit Branchenkenntnis.

Entsprechend wichtig ist es, dass jede Komponente der Anlage zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar ist – denn manchmal zählt jede Minute. Aus diesem Grund haben große Chemiekonzerne in der Vergangenheit über viele Jahre eigene Lager mit einer Vielzahl an Bauteilen auf dem Werksgelände vorgehalten. Heute ist das anders: Die Strukturen haben sich verändert; vielerorts wurde der Bereich Materialwirtschaft weitestgehend ausgegliedert. Die chemische Industrie konzentriert sich stärker auf ihr Kerngeschäft. Und die Bauteile? Kommen heute in den meisten Fällen direkt vom Handel – und damit hat dieser auch die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, jede benötigte Komponente innerhalb kürzester Zeit und in hoher Qualität an den richtigen Ort zu liefern. Eine Herausforderung, auf die sich Unternehmen wie RFF Rohr Flansch Fitting Handel mit Hauptsitz in Stuhr bei Bremen eingestellt haben. Der Dienstleister betreut von seinen fünf Standorten in Deutschland aus, international aufgestellte Chemiekonzerne. Die Lieferungen gehen dabei nach Deutschland und ins europäische Ausland. Mit mehreren Konzernen wurden auch langfristige Rahmenverträge in allen Produktgruppen geschlossen.

Elektronische Schnittstelle zum Kunden
„Über B2B-Online-Plattformen sind wir mit unseren Kunden verbunden und bekommen so direkt den Bedarf zu sehen“, erklärt Dennis Müller, Teamleiter Chemie am RFF-Standort Düsseldorf. „Für mehr als 2.000 Produkte gibt es jeweils eine Kundenartikelnummer, die mit dem entsprechenden Einzelteil in unserem System verknüpft ist.“ Über eine E-Procurement-Schnittstelle gehen Aufträge elektronisch ein und gelangen zur Weiterverarbeitung direkt ins System: Artikel, Kunde, Lieferadresse, Menge, Preis – alle Daten stehen sofort zur Verfügung. Damit ist es möglich, Aufträge umgehend zu kommissionieren, zu verpacken und zu versenden. „Damit wir jederzeit lieferfähig sind und eilige Bedarfe bedienen können, lagern wir spezielle Artikel für die Branche ein“, fährt Müller, der zusammen mit seinem Team die Kunden betreut, fort. „Bei vielen Standardartikeln haben wir zudem noch Reserven eingeplant. Die Kunden erwarten letztendlich einen hohen Lieferservice von uns.“ Die beiden Zentrallager in Stuhr/Bremen und Beucha/Leipzig bilden im Zusammenspiel mit dem Logistik-Center in Erkrath/Düsseldorf hier das Herzstück. Insgesamt bevorratet das Unternehmen rund 14.000 t Rohre und Rohrverbindungsteile nach DIN, EN und ASME. In besonders dringenden Fällen versendete der Dienstleister einzelne Rohre oder Flansche in der Vergangenheit sogar mit dem Kurier quer durch Deutschland.

Mehrwert durch Serviceleistungen
Insbesondere in der chemischen Industrie hat das Thema „Zusatzkennzeichnungen“ einen hohen Stellenwert. Bei komplexen Projekten haben alle Teile innerhalb der Isometrien Identifizierungsnummern. Auf Kundenwunsch ist es dabei möglich, Teile dauerhaft mit dieser Nummer zu markieren. Alternativ ist es auf Kundenwunsch auch möglich, die Produkte in den Farben zu markieren, in denen der Anwender bestimmte Werkstoffe auf dem eigenen Firmengelände kodiert. Insbesondere beim Bau von chemischen Anlagen wollen die Betreiber an dieser Stelle keinerlei Risiko eingehen. „Darum kümmert sich bei uns ein ganzes Team um diese wichtige Aufgabe“, erklärt Teamleiter Müller. „Letztendlich macht es dem Kunden die Arbeit leichter, und darauf kommt es an.“ Alle Produkte erhält der Kunde mit allen für ihn relevanten Informationen sowohl auf den Lieferpapieren als auch direkt auf dem Abnahmeprüfzeugnis.

Heftausgabe: Dezember 2015
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Über den Autor

Nina Svensson, freieJournalistin, Bremen
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