RWE will weitere Kraftwerke stilllegen

10.07.2014 Dem Kraftwerksbetreiber RWE vergeht immer mehr die Lust an der Kohleverstromung. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, können 20 bis 30 Prozent der Kraftwerke aus Ihren Erlösen nicht mehr die Kosten für Brennstoff und Kohlendioxid-Abgabe decken. 

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RWE will weitere Kraftwerke stilllegen

RWE-Chef Matthias Hartung macht die Kohlekraft kein Spaß mehr (Bild: RWE)

In der Folge hat der Energiekonzern nach eigenen Angaben seit Januar 2013 bereits mehr als 12.600 Megawatt Kraftwerksleistung stillgelegt oder konserviert. Konzernchef Matthias Hartung: „Wir nehmen weiterhin jeden einzelnen Block kontinuierlich unter die Lupe.“

Das Betriebliche Ergebnis der RWE Generation lag in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014 um 25 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Es sank von 744 Millionen Euro auf 559 Millionen Euro. Die Braunkohlenkraftwerke haben rund 19 Terawattstunden Strom erzeugt. Im Vergleich zu 2012 sind die Großhandelspreise um über 40 Prozent auf etwa 34 Euro je Megawattstunde gefallen. Ursache ist vor allem, dass die Photovoltaik in den Mittagsstunden die Strompreise zu Spitzenlastzeiten drückt und den konventionellen Anlagen Einsatzzeiten nimmt.

Zur Pressemeldung von RWE gelangen Sie hier.

(as)

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