Praxisgerechte Lösung

Schlauch-Steckverbindungen aus Edelstahl-Rostfrei

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26.03.2015 Kunststoff verpönt, Messing unerwünscht? Die Lösung: Edelstahl. Die Push-in-Steckverbindungen eignen sich für alle Arten von Anwendungen, insbesondere bei denen Standard-Messing- und Kunststoffverbindungen unerwünscht oder nicht zugelassen sind.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Push-in-Steckverbindungen sind medien­resistente,  durchflusswiderstandminimierte Niederdruck-Schlauchsteckverbindungen.
  • Aufgrund der durchdachten Geometrie sind sie innen und auch außen sehr reinigungsfreundlich gestaltet.  

Bei korrosiver Umgebung und bei Einsatz von aggressiven Medien beispielsweise sind sie äußerst vielseitig einsetzbar. Auch überall dort, wo Sauberkeit und Hygiene oberstes Gebot sind, ist die Verbindungen uneingeschränkt geeignet. Durch die durchdachte Geometrie sind sie sowohl innen als auch außen sehr reinigungsfreundlich gestaltet. Alle Teile sind autoklavierbar und damit auch im Sterilbereich einsetzbar.

Anforderungen aus der Praxis beachtet
Der grundsätzliche Aufbau ist so gestaltet, dass das Medium (Fluid) lediglich innen den Körper und die Dichtungen benetzt; alle anderen Bauelemente liegen außerhalb des benetzten Bereiches und können so einerseits vor dem Medium geschützt werden, andererseits können sie das Medium nicht verunreinigen. Der Raum zwischen den Dichtungen ist sehr klein gehalten.

Aufgrund der Anforderungen und Anregungen von Anwendern aus den unterschiedlichsten Einsatzbereichen und Branchen hat sich konsequenterweise das Ziel ergeben, möglichst allen Forderungen hinsichtlich Werkstoffe, Beständigkeit, Geometrie und Fließverhalten gleichermaßen in wenigen Bauteilen zu erfüllen. Um diesen Forderungen gerecht zu werden, war es konsequent und logisch, sowohl die Entwicklung als auch die Fertigung, die Montage und die Prüfungen neu durchzuführen, zu definieren und umzusetzen.
Die Winkelstücke sind innen bei der Umlenkung kugelförmig abgerundet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Schmutzpartikel in der Verschneidung haften bleiben können; darüber hinaus wird dadurch der Fließwiderstand geringer; es treten weniger Turbulenzen auf. Sowohl die Winkelstücke als auch die T-Stücke werden in schwenkbarer Ausführung – die Schenkel können um 360° orientiert werden – und in nicht schwenkbarer (starrer) Variante hergestellt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Steckfittings wartungsfreundlich ausgeführt sind.

Die geraden Einschraub-Push-ins haben innen im Bereich der Einschraubverschraubung einen Innensechskant, der es ermöglicht, etwa bei Verteilerblöcken die Teile sehr einfach dicht an dicht zu montieren.

Durch den modularen, baukastenartigen Aufbau der Steckverbindungen kann in kurzer Zeit eine hohe Anzahl von Varianten gebildet werden. So sind beispielsweise bereits T-Übergangsreduzierungen oder Übergangsteile zu Aufschraubverschraubungen realisiert. Ebenso werden nach Kundenwünschen die unterschiedlichen Gewinde berücksichtigt.

Schnelles Reagieren auf die Anwenderbedürfnisse bzw. seine Vorstellungen und Anforderungen aufzunehmen und umzusetzen, führt zu kontinuierlichen Anpassungen und zu neuen Varianten, aber auch zu neu entwickelten Produkten. Auf diese Weise sind mittlerweile auch Funktionssteckverschraubungen mit integrierten Ventilen realisiert worden.

Leckagefreie Dichtung
integriert

Sorgfältiges Aussuchen und Einsetzen geeigneter Werkstoffe sind weitere Stärken: Körper, Halteringe und Löseringe bestehen aus Edelstahl AISI 316L, Werkstoff-Nr. 1.4404. Die Dichtungen bestehen wahlweise aus NBR, FKM, EPDM FFKM oder kundenspezifischen Werkstoffen. Es werden hauptsächlich PTFE-, Polyurethan-, Polyamid-, und PVDF-Schläuche empfohlen. Auch der Einsatz geeigneter Edelstahlrohre ist möglich. Der Druckbereich ist vom Schlauchtyp abhängig und reicht vom Grobvakuum bis rund 18 bar. Der Temperaturbereich liegt je nach Dichtungsmaterial zwischen -20 und 150 ?°C. Die Nennweiten – kalibrierte Schlauchaußendurchmesser – sind an gängige Anwendungsfälle angepasst und reichen von DN 4 bis DN 12.

Heftausgabe: April 2015
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Über den Autor

Michael Störp, Leiter Marketing Schwer Fittings
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