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Schonend fördern und dosieren

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28.01.2015 Bruch und Abrieb sollten vermieden werden! Bei der Konzipierung einer Anlage galt es, empfindliche Granulate von einem Silo im Erdgeschoss in einen anderen Gebäudeabschnitt zu fördern und anschließend kontinuierlich dosiert der weiteren Verarbeitung zuzuführen. Die empfindlichen Granulate sollen dabei möglichst wenig Bruch und Abrieb erleiden.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Bei einer Saugförderung sind die Ivestitionskosten geringer und die Förderwege wesntlich flexibler und platz-
  • sparender als bei herkömmlichen Systemen, wie Becherwerk oder Gurtförderer.
  • Bei der Auswahl von Vibrations-Dosierförderrohren zum kontinuierlichen Dosieren war
  • ebenfalls der Kostenvorteil - zum Beispiel gegenüber Dosierbandwaagen - ausschlaggebend.

Januar/Februar 2015 2015

Bild: AGS Schüttguttechnik

Förderversuche im Vorfeld

Die Vorteile der Saugförderung gegenüber noch produktschonender arbeitenden mechanischen Förderern, wie Becherwerke oder Gurtförderer, liegen auf der Hand:

  • Die Investitionskosten sind wesentlich geringer;
  • die Förderwege sind wesentlich flexibler und platzsparender, da es lediglich einer Rohrleitung bedarf – ein großer Vorteil speziell bei der Integration in vorhandene Gebäude und Anlagen.

In Förderversuchen wurde untersucht, wie viel Abrieb an den Partikeln zu erwarten ist. Mit einer abgestuften Rohrleitungsdimensionierung und mit einem frequenzregelbaren Sauggebläse wurden Einstellungen gefunden, bei welchen der Abrieb in geringen, tolerierbaren Grenzen blieb, bei einer ebenfalls akzeptablen Förderleistung.

Bei der Auswahl von Vibrations-Dosierförderrohren zum kontinuierlichen Dosieren war ebenfalls der Kostenvorteil – zum Beispiel gegenüber Dosierbandwaagen – ausschlaggebend. Darüber hinaus sollten Förder-und Dosiergeräte möglichst staubdicht ausgeführt sein.

Die Dosierversuche ergaben hier ebenfalls gute Ergebnisse. Eine hinreichend genaue gravimetrische Dosierung (Pufferbehälter und Dosierförderrohr) lässt sich auch mit Vibrationstechnik erreichen, sofern man die mechanische Entkopplung und die elektronische Dämpfung der Schwingungen berücksichtigt.

Saugförderung auch unterbrechungsfrei

Das Granulat gelangt zunächst vom Silo in eine Produktvorlage. Das Vibrations-Förderrohr dient der kontinuierlichen Zuführung in die pneumatische Saugförderung. Falls bei der Förderung Störungen auftreten sollten (es wird mit möglichst geringer Geschwindigkeit gefördert), wird dies sofort durch einen Sensor erkannt, so dass die Steuerung automatisch reagieren kann. Über die im Durchmesser abgestufte Förderleitung wird das Granulat zum  Abscheidebehälter gesaugt. Dort verbleibt es zunächst.

Der gravimetrische Dosierer fördert einen frei wählbaren Massenstrom kontinuierlich in den nächsten Verarbeitungsschritt. Der gravimetrische Dosierer besteht aus dem Dosiervorlagebehälter, dem Vibrations-Dosierförderrohr, einem Rahmengestell und vier Wägezellen. Dieser Dosierer regelt den abzugebenden Mengenstrom anhand der Gewichtsabnahme im Dosiervorlagebehälter.

Wenn die Restmenge im Dosiervorlagebehälter einen bestimmten Wert unterscheitet, wird dieser wieder befüllt, indem die Absperrklappe geöffnet wird, so dass Granulat aus dem gefüllten Abscheidebehälter nachgefüllt wird. Während dieses Vorgangs ist die gravimetrische Dosiersteuerung kurzzeitig deaktiviert, und das Dosierförderrohr wird mit einem sinnvollen Mittelwert betrieben. Der zur Förderung notwendige Unterdruck wird durch ein frequenzgeregeltes Drehkolbengebläse erzeugt.

Mehr über Technologien für optimierte Schüttgutförderung, Lagerung und Dosierung erfahren Sie hier

Heftausgabe: Januar/Februar 2015 2015

Über den Autor

Melanie Krenz,Kommunikation und Werbung AGS Schüttguttechnik
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