Schuldenabbau

Shell verkauft Gasfelder für über 4,5 Milliarden Dollar

02.02.2017 Der Ölkonzern Shell stößt einige Gasfelder in der Nordsee und in Thailand ab. Damit will das Unternehmen Schulden abbauen, die durch die Milliarden-Übernahme der BG Group aufgelaufen sind.

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Shell trennt sich von mehr als der Hälfte seiner Öl- und Gasproduktion in der britischen Nordsee. (Bild: Fotimmz – Fotolia)

Gleich ein ganzes Paket von Anteilen geht für bis zu 3,8 Mrd. US-Dollar an das Unternehmen Chrysaor. Shell gibt damit mehr als die Hälfte seiner Anteile der Produktion in der britischen Nordsee ab. Der Preis setzt sich zusammen aus einer Sofortzahlung von 3 Mrd. Dollar, hinzu kommt eine spätere Zahlung abhängig von Ölpreisentwicklung und neu entdeckten Vorkommen. Auch rund 400 Mitarbeiter sollen von Shell zu Chrysaor wechseln.

Von den auf derzeit 3,9 Mrd. US-Dollar geschätzten Rückbaukosten der verkauften Felder behält Shell eine Verpflichtung von 1 Mrd. Dollar. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 abgeschlossen sein, aber rückwirkend zum 1.7.2016 in Kraft treten.

Sparprogramm geht weiter

In Thailand verkauft Shell seine Beteiligung am dortigen Gasprojekt Bongkot an den Öl- und Gaskonzern Kufpec aus Kuwait. Der Deal für 900 Mio. US-Dollar soll noch im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein.

Diese und ähnliche Verkäufe gehören zu einem Sparprogramm, dass letztendlich 30 Mrd. Dollar einbringen soll. Der Ölpreisverfall und die Übernahme von BG hatten die Kassen von Shell zuletzt belastet und auch zum Abbau von 12.500 Stellen geführt.

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