Chemikalien-Wiederverwertung

SGL Group entwickelt Recyclingverfahren für Chlorwasserstoff

06.09.2017 Ein von der SGL Group entwickeltes Rückgewinnungssystem für das Recycling und die Wiederverwendung von Chlorwasserstoff (HCl) ist wichtiger Bestandteil einer neuen elektrolytischen Schmelzanlage des chinesischen Kaliproduzenten Qinghai Salt Lake (QSL). Das Verfahren benötigt im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bis zu 45 % weniger Energie.

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SGL hat eine Verfahren zum HCl-Recycling entwickelt,
das in einer elektrolytischen Schmelzanlage von Qinghai Salt Lake zum Einsatz kommt. (Bild: SGL Group)

Die in der chinesischen Provinz Qinghai angesiedelte und in diesem Jahr in Betrieb genommene Anlage produziert nach Angaben des Unternehmens Magnesium mit den geringsten CO2-Werten weltweit. „Die Nachfrage nach Systemen, die größere Energieeinsparungen ermöglichen, nimmt immer mehr zu. Auf dieser Grundlage haben wir unser neues System entwickelt,“ erklärt Oliver Seidel, Leiter des Bereichs Process Technology im Geschäftsbereich Graphite Materials & Systems der SGL Group. „Umso mehr freuen wir uns, mit der Inbetriebnahme der QSL-Schmelzanlage nun auch demonstrieren zu können, dass unser Verfahren im großtechnischen Maßstab funktioniert.“

QSL ist der größte Kaliproduzent Chinas und produziert neben Salzen auch Magnesium, das chemisch gebunden im Salz des Qinghai-Salzsees vorkommt. Dabei wird das Magnesium mit Hilfe von Chlorwasserstoff vom Salz gelöst und anschließend weiter aufbereitet. Der von der SGL Group gelieferte Anlagenteil sorgt für die Wiederaufbereitung des verunreinigten HCl und dessen Rückführung in den Hauptprozess. Die Anlage besteht u. a. aus Kolonnen, Wärmeübertragern, Pumpen und Tanks aus den Werkstoffen Diabon Graphit sowie Polyfluron PTFE.

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