Rohstoff-Rückgewinnung

SGL und Dyneon werten Fluorpolymere auf

18.05.2017 Eine neue Technologie ermöglicht umweltschonende und nachhaltige Rückgewinnung von perfluorierten Polymer-Reststoffen. Fluorpolymere der SGL Group sind für das Recycling in der Anlage zugelassen.

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Dyneon startet weltweit erste Up-Cycling-Anlage für Fluorpolymere

An der Up-Cycling-Anlage von Dyneon werden nun auch Fluorpolymere von SGL zurückgewonnen. (Bild: 3M)

Die Methode zum „Up-cyclen“ von Fluorpolymeren hat die Firma Dyneon, eine Tochtergesellschaft von 3M, gemeinsam mit der Universität Bayreuth und dem Forschungsinstitut Invertec entwickelt. SGL ist nun offizieller Up-Cycling Partner von Dyneon. Ressourcenschonendes Wirtschaften und Schutz der Umwelt sieht das Unternehmen als wichtige Bestandteile seiner nachhaltigen Produktion. Fluorpolymer-Anwendungen finden sich im Chemieanlagenbau, wo der Werkstoff unter anderem zur Auskleidung korrosionsempfindlicher Bauteile dient. Darüber hinaus dient das Meterial als hocheffektiver Kunststoffisolator in elektrischen Anlagen, in Kompensatoren für Anwendungen mit sehr hoher Wechselbiegebeanspruchung oder bei hohen Anforderungen an die Reinheit der Produkte.

90 Prozent Wiedergewinnung

Das Up-Cycling-Verfahren spart Rohstoffe und Energie, indem es Produkte am Endes ihres Lebenszyklus‘ in Neuprodukte überführt. Damit schließt sich der Recycling-Kreislauf von Fluorpolymeren. „Das bedeutet einen wichtigen Durchbruch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit dieser wertvollen Hightech-Werkstoffe, wie unserer PTFE-Materialien“, so Robert Meyer zu Westram, Product and Sales Manager bei SGL, „denn es werden nicht nur Ressourcen eingespart, sondern auch Abfall und Emissionen aus der Entsorgung deutlich reduziert.“

Die branchenweit erste Hochtemperatur-Up-Cycling-Anlage steht im Industriepark Gendorf im bayerischen Burgkirchen. Sie basiert auf einem mehrphasigen Pyrolyseprozess, in dem die perfluorierten „End-of-Life“-Abfälle mit einer Wiedergewinnungsrate von über 90 % in die Monomere zurückgespalten werden. Diese werden in die vorhandene Destillationsanlage eingespeist und können in der normalen Produktion wieder eingesetzt werden.

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