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Shell gibt Pläne für 12 Mrd. USD-GTL-Projekt in USA auf

10.12.2013 Der Energiekonzern Shell hat seine Pläne für das Gas-to-liquids-Megaprojekt im US-amerikanischen Louisiana beerdigt. Derzeit seien die langfristigen Prognosen für Öl- und Gaspreise sowie die Entwicklungskosten für das Projekt zu unsicher, heißt es in der entsprechenden Unternehmensmeldung.

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Shell gibt Pläne für 12 Mrd. USD-GTL-Projekt in USA auf

Shell nimmt Abstand von seinen Plänen für eine amerikanische GTL-Anlage nach dem Muster von Pearl/Katar (Bild: Shell)

Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage, in der Flüssigkraftstoffe aus Erdgas hergestellt werden, hängt vom Preisunterschied zwischen Öl und Gas ab. Für das Projekt, das im US-Bundesstaat Lousiana realisiert werden sollte, war ein Investitionsvolumen von rund 12 Mrd. US-Dollar vorgesehen. Im September hatte Shell angekündigt, in der Nähe von Baton Rouge Land im Wert von rund 112 Mio. Euro aufzukaufen, mit der endgültigen Investitionsentscheidung wollte sich der Ölkonzern allerdings noch Zeit lassen.

Shell betreibt bereits in Katar eine GTL-Anlage (Projekt „Pearl“). In der weltgrößten GTL-Anlage, die in Ras Laffan Industrial City, 80 km nördlich von Doha entstanden ist, werden seit Ende 2012 täglich 140.000 Barrel GTL-Produkte aus Erdgas hergestellt. Shell investierte dafür rund 19 Mrd. US-Dollar.

Der südafrikanische Petrochemiekonzern Sasol hält dagegen an seinem GTL-Projekt in Louisiana fest. Sasol hat im Dezember 2012 mit der Vorplanung (FEED) für eine integrierte GTL-Anlage und einer Ethan-Cracking-Großanlage mit nachgeordneten Derivaten begonnen. Das geschätzte Investitionsvolumen für beide Anlagen zusammen liegt zwischen 16 und 21 Mrd. US-Dollar.

Die aktuelle Pressemeldung von Shell finden Sie hier.

Zur CT-Meldung vom September (Shell-Projekt) gelangen Sie hier.

Über das Sasol-Projekt hatten wir hier berichtet.

(as)

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