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Siemens liefert Kompakt-Dampfturbinen nach GB und USA

08.08.2016 Siemens hat Aufträge für insgesamt neun kompakte Dampfturbinen erhalten. Die Aufträge kamen aus Großbritannien und den USA. Fertigen will das Unternehmen die Turbinen am deutschen Standort Frankenthal.

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Lieferung der Siemens SST-110 / Delivery of Siemens SST-110

Insgesamt sechs Kompakt-Dampfturbinen vom Typ SST-110 kommen in Prozessdampf-Anlagen im mittleren Westen der USA zum Einsatz. (Bild: Siemens)

Drei Turbinen vom Typ SST-040 orderte das niederländische Energieunternehmen Kara Energy Systems B.V. für Biomassekraftwerke in Großbritannien. Sechs Kompaktdampfturbinen vom Typ SST-110 bestellte die US-amerikanische Airclean Energy aus Seattle, Washington. „Die neuen Aufträge unterstreichen die wachsende Nachfrage nach kleinen Einheiten für dezentrale Energielösungen“, betont Volker Neumann, Standortleiter bei Siemens in Frankenthal. Die drei Turbinen vom Typ SST-040 mit einer elektrischen Leistung von 300 und 420 kW kommen in drei Biomasse-Kraftwerken in Großbritannien zum Einsatz. Die Anlagen sollen zwischen November 2016 und Februar 2017 in Betrieb gehen. In den vergangenen zwölf Monaten hat Siemens von Kara bereits drei identische Aufträge erhalten.

Erstmals liefert Siemens eine SST-040, die mehr als 300 kW erreicht. Sie basiert auf der Technologie des bestehenden Dampfturbinenmodells und wurde auf Grund der verstärkten Kundennachfrage nach Turbinen von mehr als 300 kW erweitert. Durch die technische Weiterentwicklung kann die Turbine jetzt bis zu 750 kW erreichen. Turbine, Getriebe, Generator und alle weiteren Aggregate sind auf einem gemeinsamen Grundrahmen aufgebaut. Mit einem Gewicht von rund 4,5 t ist die nahezu wartungsfreie Maschine ein Leichtgewicht unter den Dampfturbinen. Durch die kompakte Bauweise benötigt sie nur ein kleines Fundament.

Das Unternehmen Airclean Energy installiert die sechs Kompaktdampfturbinen vom Typ SST-110 in Komplettanlagen in den USA. Zum Einsatz kommen die Turbinen mit einer Leistung von je 3 MW in Prozessdampfanlagen im mittleren Westen der USA. Sie ersetzen bestehende Druckreduzierstationen und erhöhen die Effizienz im Dampfzyklus. Diese Umrüstung wird von zahlreichen Versorgungsunternehmen in mehreren amerikanischen Bundesstaaten gefördert.

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