Anlagenbau-Projekt

Siemens rüstet GuD-Kraftwerk in Mexiko aus

31.08.2016 Siemens hat einen Auftrag über eine H-Klasse-Gasturbine, zwei Generatoren und vier gasisolierte Schaltanlagen für das Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk Altamira in Mexiko erhalten – der bisher größte KWK-Auftrag aus dem privaten Sektor für das Unternehmen aus dem Land.

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Siemens rüstet GuD-Kraftwerk in Mexiko aus

Siemens liefert eine Gasturbine für das Gas- und Dampfturbinen- Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung in Altamira. (Bild: Siemens)

Das Kraftwerk mit Wärmeauskopplung verfügt über eine installierte Leistung von 350 MW und soll zusätzlich Prozessdampf liefern. Kunde ist das mexikanische Unternehmen Avanzia Instalaciones. Endkunde ist Alpek, ein Tochterunternehmen der Grupo Alfa. Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist Ende 2018 geplant.

„Das derzeitige Projekt ist nicht nur das größte private KWK-Projekt für Siemens in Mexiko, sondern darüber hinaus haben wir zum ersten Mal einen Auftrag für eine SST-800-Dampfturbine aus dem Land erhalten. Für uns ist das ein bahnbrechender Erfolg im sich veränderten Energiemarkt in Mexiko“, erklärt José Aparicio, Vertriebsleiter in der Region Lateinamerika der Siemens Division Power and Gas.

Die Anlage in Altamira soll nahe der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Tamaulipas im Nordosten des Landes entstehen. Der Konzern liefert eine SGT6-8000H-Gasturbine, eine SST-800-Dampfturbine, einen SGen6-100A- und einen SGen6-2000H-Generator. Die Gasturbine und den Generator fertigt das Unternehmen in seinem US-Werk in Charlotte, North Carolina, die Dampfturbine in Görlitz und den Generator in Erfurt. Der Auftrag umfasst auch vier gasisolierte Schaltanlagen, davon drei mit einer Spannungsebene von 230 kV und eine mit einer Spannungsebene von 115 kV. Drei der Schaltanlagen sollen im Kraftwerk selbst zum Einsatz kommen, die vierte eine reibungslose Verbindung mit dem mexikanischen Stromnetz ermöglichen. Alpek will den Strom und den Prozessdampf aus der Anlage für die eigene industrielle Produktion einsetzen und den Stromüberschuss in das mexikanische Netz einspeisen.

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