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Siemens schraubt Erwartungen an Öl- und Gasgeschäft hoch

30.06.2016 Trotz eines deutlichen Abschwungs in der Öl- und Gasbranche erwartet Siemens aus dem Zukauf von Dresser-Rand und des ehemaligen Energiegeschäfts von Rolls-Royce deutlich höhere Synergien als ursprünglich angenommen.

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Siemens schraubt Erwartungen an Öl- und Gasgeschäft hoch

Siemens erwartet durch die Zukäufe deutlich höhere Synergieeffekte als bisher angenommen. (Bild: christian42 – Fotolia)

Auf dem Capital Market Day Energie und Öl & Gas in Houston, Texas, erläuterte Lisa Davis, Mitglied des Vorstands bei Siemens, dass durch die Integration der beiden Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2019 Synergien von voraussichtlich insgesamt 365 Mio. Euro entstehen. Das sind 165 Mio. Euro mehr als geplant. Das ehemalige Energiegeschäft von Rolls-Royce soll laut Erwartung ab dem Geschäftsjahr 2019 Synergien von 115 Mio. Euro beisteuern; auf dem Capital Market Day im Dezember 2014 war die Rede noch von 50 Mio. Euro. Die jährlichen Synergien von Dresser-Rand sollen ab dem Geschäftsjahr 2019 250 Mio. Euro erreichen und damit rund 100 Mio. Euro mehr als im September 2014 geplant.

„Dresser-Rand und Rolls-Royce Energy ergänzen unser Angebot im Öl- und Gasgeschäft ideal. Auf der Umsatzseite können wir mit unserem erweiterten Produktportfolio, Cross-selling und Services erhebliches Synergiepotenzial realisieren. Auf der Kostenseite erreichen wir dies hauptsächlich durch die Konsolidierung von Forschung und Entwicklung und des Einkaufs sowie eine optimierte Marktpräsenz“, erklärt Davis. Die Synergien ergeben sich in hohem Maße aus dem starken Geschäftsportfolio, das Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung nahtlos zusammenfasst und Siemens laut eigenen Angaben wie kein anderes Unternehmen in die Lage versetze, Komplettlösungen und Services entlang der gesamten Energie-Wertschöpfungskette anzubieten.

Durch die geplante Zusammenlegung des Windkraftgeschäfts mit Gamesa will Siemens auch zum weltweit führenden Anbieter im Windkraftgeschäft aufsteigen. Dadurch soll ein weiterer erheblicher Ausbau der installierten Basis erreicht werden. Dies ist wichtig, um durch Skaleneffekte zusätzlichen Kundennutzen zu erzielen. Die installierte Basis der Siemens-Produkte im Energiegeschäft ist bereits durch die Übernahmen von Dresser-Rand und des ehemaligen Energiegeschäfts von Rolls-Royce im Geschäftsjahr 2015 um rund 100.000 Einheiten auf mehr als 140.000 Einheiten gestiegen. Der Auftragsbestand bei Power Generation Services ist seit Ende des Geschäftsjahres 2014 bereits um 28 % auf 37 Mrd. Euro zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2016 gestiegen.

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