Bauchemie

Sika meldet Rekordumsatz für 2016

10.01.2017 In Lokalwährungen konnte Sika den Umsatz im Jahr 2016 um 5.6 % auf umgerechnet 5,75 Mrd. CHF steigern. Zum breit abgestützten organischen Wachstum von 4,7 % haben sich laut Unternehmen insbesondere Investitionen in neue Fabriken, weitere Ländergesellschaften und die Markteinführung neuer Produkte beigetragen.

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Sika meldet Rekordumsatz für 2016

Nach dem Rekordjahr 2016 will Sika noch einmal nachlegen und 2017 die 6-Mrd-CHF-Marke knacken. (Bild: © BerlinStock – Fotolia)

Im 4. Quartal 2016 blieb das Wachstum in den Märkten aufgrund starker Vorjahreszahlen und einzelner Nachfrageverschiebungen leicht unter den Erwartungen. Doch konnten alle Regionen Umsatzsteigerungen erzielen und ihre Marktanteile weiter ausbauen. Starke überdurchschnittliche Zuwachsraten wurden in den USA, Mexiko, Grossbritannien, Afrika, Südostasien, Australien und im Bereich Automotive erzielt. Jan Jenisch, Vorsitzender der Konzernleitung: „Wir haben im Geschäftsjahr 2016 unsere Wachstumsstrategie mit einer Umsatzsteigerung von über 5 % erfolgreich fortgesetzt und erwarten auch Rekordzahlen beim Betriebsergebnis und Gewinn. Mit neun neuen Fabriken, vier weiteren Ländergesellschaften und vier Firmenübernahmen haben wir die Voraussetzung für weiteres zukünftiges Wachstum geschaffen. Diese 17 Kerninvestitionen, unsere gut gefüllte Produktpipeline und unsere starke Vertriebsorganisation lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken.“

Alle Regionen mit Wachstum

In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) konnte der Konzern seinen Umsatz in Lokalwährungen um 4,8 % steigern. Die Kernmärkte Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien verzeichneten gute Zuwachsraten. Überdurchschnittliches Wachstum konnte das Unternehmen in Großbritannien, Russland, Osteuropa und Afrika realisieren. In Kuwait, Kamerun und Djibuti wurden neue Ländergesellschaften gegründet. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba entstand ein Werk für Betonzusatzmittel und in Kryoneri bei Athen eine Mörtelfabrik.

Die Region Nordamerika erzielte ein Umsatzplus von 7,8 % in Lokalwährung. Dies sei insbesondere auf den beschleunigten Ausbau der Vertriebsstrukturen und der Supply Chain in den schnell wachsenden Ballungsgebieten zurückzuführen. Für zukünftige Impulse sollen drei Akquisitionen sorgen: Mit L.M. Scofield stieß ein führendes Unternehmen im Bereich Farbzusatzstoffe für Transportbeton zum Konzern und mit FRC Industries ein Hersteller von Fasern für Beton. Die Übernahme von Rmax ermöglicht die Erweiterung des Portfolios um Technologien für Gebäudehüllen, Fassaden- und Dachisolierungen.

Die Region Lateinamerika konnte mit einem Umsatzplus in Lokalwährungen von 5,0 % wachsen. Mexiko, Argentinien und Chile entwickelten sich positiv. Hingegen führten die anhaltende Wirtschaftskrise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen einiger Lokalwährungen zu einer Abschwächung des Geschäftsverlaufs. Die Investitionen in der Region umfassen eine Fabrik für Mörtelprodukte in Guayaquil, Ecuador, eine Automotive-Fabrik für Klebstoffe und Akustiklösungen in Sao Paulo, Brasilien, sowie die Gründung einer Ländergesellschaft in Nicaragua mit Sitz in der Hauptstadt Managua.

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik betrug 3,6 %. Äußerst dynamisch entwickelten sich die Märkte in Südostasien und in der Pazifikregion mit Umsatzsteigerungen. China verzeichnet im 2. Halbjahr positive Wachstumszahlen. Die Investitionen in der Region umfassen die Akquisition von Ronacrete, einem führenden Mörtelproduzenten in Hongkong, und die Eröffnung einer Fabrik in Perth an der australischen Westküste. Zudem wurde in Saraburi, Thailand, die zweite Fabrik für Mörtel und Betonzusatzmittel in Betrieb genommen. In Phnom Penh, Kambodscha, und in Yangon, Myanmar, wurden die jeweils ersten Fabriken eröffnet.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die Konzernführung eine überdurchschnittliche Gewinnsteigerung mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von 780 bis 800 Mio. CHF. Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2017 ist die Fortsetzung der Wachstumsstrategie mit einer Umsatzsteigerung von 6 bis 8 % auf erstmals 6 Mrd. CHF und einer überproportionalen Gewinnsteigerung sowie der Eröffnung von sechs bis acht Fabriken und drei bis vier Ländergesellschaften.

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