Akribische Selbstüberwachung

SIL-fähiges Gaswarnsystem Statox 505

23.09.2010 Das Gaswarnsystem Statox 505 entspricht den Anforderungen nach funktionaler Sicherheit (SIL) und kann in Sicherheitskreisen bestehend aus der Signalkette Detektor / Signalauswertung / Alarmauslösung / Alarmvorrichtung eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist allerdings der in der Norm geforderte „Prooftest“ zur Aufdeckung gefährlicher Fehler. Der Prooftest ist nichts anderes als die Überprüfung des Transmitters vor Ort unter Arbeitsbedingungen.

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Instrumente mit SIL Fähigkeit  erledigen nicht nur ihre eigentliche Aufgabe, bei einer Gaswarnanlage also „Messen der Gaskonzentration in Luft“, sondern überwachen und überprüfen ständig alle für die Funktion wichtigen Parameter. Beim Statox 505 sind dies z. B. Sensor „Heartbeat“, Signalausgang, Nullpunkt, Betriebstemperatur, Sensormemory, Verstärker, CPU und Energieversorgung. Im Falle eines Fehlers wird Alarm ausgelöst. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann also das System nicht unbemerkt ausfallen. Von außen signalisiert eine grüne LED den Zustand des Systems. Die funktionale Sicherheit erhöht nicht die Lebensdauer eines Systems, aber sie trägt dazu bei, dass ein Ausfall  eines Systems gerade dann, wenn es gebraucht wird, statistisch kalkulierbar unwahrscheinlich wird.
Das Gaswarnsystem ist von Exida gelistet. Es handelt sich um ein „koplexes System“ gemäß DIN EN 61508 und wird als „Typ B – Gerät“ angesehen. Der Statox 505 wird bei einem jährlichen Prooftest-Intervall als SIL 1 Komponente eingestuft. Wendet man die Kriterien der eigentlich relevanten Produktnorm für Gaswarngeräte DIN EN 50402 an, erfüllt er die Kriterien für SIL 2 Standard bei einem halbjährlichen Prooftest-Intervall. Gemäß EN 61511-1 hat das Gerät eine Hardware – Fehlertoleranz von „0″ Also bei einer „Safe Failure Fraction“ zwischen 60% und 90% für dieses Gerät SIL 2 Fähigkeit.

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