Simona: Umsatz- und Ertragsentwicklung unbefriedigend

26.04.2013 Schwierige konjunkturelle Rahmenbedingungen im Kernmarkt Europa haben dem Kunststoffverarbeiter Simona, Kirn, einen schwachen Jahresstart beschert. Der Umsatz im 1. Quartal 2013 liegt mit 69,1 Mio. Euro 4,8 % unter dem Niveau des Vorjahres.

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Simona: Umsatz- und Ertragsentwicklung unbefriedigend

Bei Simona verzeichnen mehrere Produktbereiche im 1. Quartal 2013 eine schwache Nachfrage, darunter Platten aus Polyolefinen und Fluorkunststoffen (Bild: Simona)

Die für das Geschäft des Unternehmens wichtigen Ausrüstungsinvestitionen bewegen sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Darunter hat vor allem der Absatz von Platten aus Polyolefinen und Fluorkunststoffen für den chemischen Behälter- und Apparatebau gelitten. Bei geschäumten PVC-Platten, die vor allem in der Werbung, dem Messe- und Hochbau eingesetzt werden, konnten dagegen leichte Zuwächse gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Bedingt durch den langen Winter sind die Umsätze mit Rohren aus Polyethylen für Tiefbauanwendungen zurückgegangen, während im Geschäft mit Formteilen aus Polypropylen für industrielle Anwendungen Zuwächse erzielt werden konnten.

Auch die Ertragslage war aufgrund des geringeren Umsatzvolumens unbefriedigend. Das Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsen (Ebit) für die ersten drei Monate 2013 beträgt 2,0 Mio. Euro oder 2,9 % vom Umsatz. Im Vorjahresquartal wurde ein Ebit von 3,3 Mio. Euro beziehungsweise 4,5 % vom Umsatz erzielt. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) beträgt 2,1 Mio. Euro (Q1 2012: 3,4 Mio. Euro). Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns hat sich in den ersten drei Monaten 2013 gegenüber dem Jahresende 2012 nicht signifikant verändert.

Für das Gesamtjahr 2013 hat der Konzern, der mehr als 1.200 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von leicht über 300 Mio. Euro und eine Ebit-Marge von mehr als 5 % budgetiert. Aufgrund der sowohl gegenüber Vorjahr wie auch Budget schwächeren Geschäftsentwicklung im ersten Quartal geht Simona derzeit von einem erreichbaren Umsatz in Höhe von 280-290 Mio. Euro aus. Das Jahr 2013 soll genutzt werden, um die Strukturen an die Umsatzentwicklung in Europa anzupassen und mit gezielten Investitionen für Wachstumsimpulse in den Emerging Markets zu sorgen.

(dw)

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