Schnell wieder am Laufen

Smart-Stator-Technology minimiert die Wartungszeit bei Exzenterschneckenpumpen

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04.06.2008 In der Industrieist es wie beim Fußball, fallen Spieler oder Maschinen aus, müssen sie möglichst schnell wieder flott gemacht werden. Eine neue Entwicklung bei Exzenterschneckenpumpen macht es möglich, Wartungsarbeiten amStator vorzunehmen, ohne die ganze Pumpe ausbauen zu müssen. Das spart bis zu 60% der Montagezeit.

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Entscheider-Facts Für Anwender



  • Durch die Smart-Stator-Technology kann der Stator der Exzenterschneckenpumpe bei eingebauter Pumpe gewartet werden. Dadurch lassen sich rund 60% der bisherigen Montagezeit sparen.
  • Kürzere Montagezeiten, weniger Stillstand, niedrigere Ersatzteilpreise, geringere Kapitalkosten für die Teilelagerung und geringere Transport- und Frachtkosten senken die Life Cycle Costs.
  • Die Pumpen haben einen geringerenPlatzbedarf, da kein Statorausbaumaß erforderlich ist.
  • Da das Gewicht geringer ist, lassen sich die Pumpen leichter handhaben.

Der Ball rollt wieder bei der Europameisterschaft und die Spieler kugeln sich – schmerzverkrümmt auf dem Boden, wenn ein Tritt des Gegners subjektiv zu stark war. Fällt ein Spieler aber aus, gefährdet das den Erfolg. Das ist im Fußball nicht anders als in der Industrie, wo ebenfalls eine schnelle Wartung von Nöten ist, wenn eine Anlage stillsteht. Doch während im ersten Falle die Sache oft schon mit etwas Kältespray und aufmunternden Worten erledigt ist, wird die Sache bei Exzenterschneckenpumpen schon wesentlich komplizierter.

Sollten bisher Stator oder Rotor gewartet werden, musste dafür die ganze Pumpe aus dem Förderprozess ausgebaut werden, wofür viel Montagezeit nötig war. Deshalb hat der Hersteller seine Exzenterschneckenpumpen der Produktgruppe N im Druckbereich bis drei bar verbessert und die Wartungszeiten minimiert. Kern der neuen Smart-Stator-Technology ist eine Zweiteilung des Stators. Wenn Verstopfungen oder Fremdkörper entfernt werden müssen oder wegen Verschleiß die Statoren oder Rotoren zu wechseln sind, muss die Pumpe nun nicht mehr aus dem Förderprozess ausgebaut werden; der aufwändige und zeitraubende Arbeitsprozess mit Demontage und Montage von Rohrleitungen und anderen Anlageelementen entfällt.

Wartung mit wenigen Handgriffen

Das Wartungspersonal muss lediglich die Einstellsegmente abnehmen, welche die Statorhälften abdichten. Auf diese Weise lassen sich laut Herstellerangaben bis zu 60% der bisherigen Montagezeit einsparen. Zudem belasten die geringeren Bauteilgrößen und Gewichte die Mitarbeiter nicht mehr so stark. Mit wenigen, einfachen Handgriffen können selbst Monteure, die keine Exzenterschneckenprofis sind, Wartungen an der Pumpe vornehmen. Spezialwerkzeuge sind dafür nicht mehr nötig.

Die Teilung des Stators, die im Mai auf der Ifat erstmals vorgestellt wurde, ist auch aus ökologischer Sicht von Vorteil: Der Materialersatz bei einem Austausch beschränkt sich auf die tatsächlichen Hauptverschleißelemente und spart damit Ressourcen. Weniger Material und weniger Gewicht schonen die Umwelt bei Herstellung und Entsorgung der Pumpenteile. Die Transport- bzw. Frachtkosten werden um durchschnittlich 40% reduziert.
Die neue Pumpe soll im Herbst auf den Markt kommen.
Fazit: Durch die Smart-Stator-Technology lassen sich Exzenterschneckenpumpen wesentlich schneller und einfacher warten als bisher. Weitere Vorteile sind:

  • Stator kann bei eingebauter Pumpe gewechselt werden, es ist keine Rohrleitungsdemontage erforderlich;
  • niedrige Life Cycle Costs durch kürzere Montage- und Stillstandzeiten, niedrigere Ersatzteilpreise, geringere Kapitalkosten bei Teilelagerung und geringere Transport-/Frachtkosten;
  • deutliche Verbesserung der ökologischen Bilanz bei der Herstellung und Entsorgung der Pumpenteile;
  • geringerer Platzbedarf, da kein Statorausbaumaß erforderlich;
  • Beibehaltung der Standardsystemmaße;
  • keine Untermaßrotoren mehr nötig;
  • leichteres Handling durch geringeres Gewicht.

[Sim]

Heftausgabe: Juni 2008

Über den Autor

Papst
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