Solvay baut Werk für Spezialpolymere in China

05.07.2011 Das Chemieunternehmen Solvay wird an seinem Standort im chinesischen Changshu eine Anlage zum Produzieren von Spezial-Polymeren errichten. Grund für die 120-Mio.-US-Dollar-Investition ist der steigende Bedarf des asiatischen Markts an den Produkten des Herstellers.

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Solvay baut Werk für Spezialpolymere in China

Das laut Planung in 2014 einsatzfertige Werk wird neben Polyvinylidenfluoriden (PVDF) und Fluoroelastomeren (FKM) auch das essenzielle Monomer VF2 herstellen und einen signifikanten Beitrag zur globalen Polymerproduktion des Konzerns leisten. FKM ist ein widerstandsfähiger Kunststoff, der beispielsweise für langlebige Dichtungsanwendungen in sehr heißer oder auch chemisch aggressiver Umgebung zum Einsatz kommt. Abnehmer sind die Automobil- und Flugzeugbranche, aber auch Unternehmen im Bereich Energie und Petrochemie. PVDF kann neben Hitze, Druck und chemisch aggressiver Umgebung auch mechanischer Belastung und Reibung standhalten. Einsatzgebiete für den Kunststoff hier sind Öl- und Gasextraktionen, Lithium-Ionen-Batterien und die chemische Industrie.

Jacques van Rijckevorsel, Geschäftsführer bei Solvay im Plastik-Sektor und Vorstandsmitglied, erklärt: „Die neue Produktionsanlage wird es Solvay ermöglichen, einen Teil des großen Wachstumspotenzials dieser aufregenden und dynamischen Region zu nutzen.“ Augusto Di Donfrancesco, stellvertretender Vorstandvorsitzender und Geschäftsführer der Global Business Unit Specialty Polymers bei Solvay, fügt hinzu: „Das Werk in Changshu wird die Niederlassung in einen starken Industriestandort für fluorierte Polymere und einen essenziellen Rohmaterial-Lieferanten Chinas verwandeln.“

Der Standort Changshu in China


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