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Spatenstich in Schörfling: Evonik erweitert Membranproduktion

04.10.2016 Evonik Industries hat den Spatenstich für die Erweiterung seines österreichischen Standorts in Schörfling gesetzt. Der Konzern will dort einen weiteren Betriebskomplex zur Produktion von Gasseparations-Membranmodulen der Marke Sepuran bauen.

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Grundsteinlegung in Schoerfling

Von links: Dr. Götz Baumgarten, Leiter des Membrangeschäfts, Dr. Axel Kobus, Leiter der Produktlinie Fibres, Membranes & Specialities, Dr. Claus Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Resource Efficiency GmbH, Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG, Mag. Dr. Angelika Winzig, Abgeordnete zum Nationalrat des österreichischen Parlaments sowie Gerhard Gründl, Bürgermeister der Marktgemeinde Schörfling am Attersee bei der Grundsteinlegung. (Bild: Evonik)

Dazu gehören neben einer Hohlfaser-Spinnanlage zusätzliche Räume für Forschung & Entwicklung, Anwendungstechnik sowie eine weitere Lagerhalle. Insgesamt investiert das Unternehmen einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Inbetriebnahme der Anlage, mit der sich die vorhandenen Produktionskapazitäten verdoppeln, ist für Ende 2017 geplant. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik, erklärt: „Das Geschäft mit Membranen gehört zu unseren Wachstumsfeldern und ist ein herausragendes Beispiel, wie wir mit innovativen Produkten neue Märkte erschließen. Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir die Erfolgsgeschichte unseres Membrangeschäfts fort und positionieren uns als Technologieführer im attraktiven Markt für Gasseparation.“

In Schörfling produziert der Konzern derzeit Gasseparations-Module vor allem für den Biogasmarkt und die Wasserstoff- und Helium-Gewinnung. Die Hohlfaserspinnanlage soll insbesondere Membranmodule für effiziente Stickstoffgewinnung produzieren. Claus Rettig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Resource Efficiency, kommentiert: „Wir wollen den Gasseparationsmarkt mit maßgeschneiderten Produkten bedienen, die bei unseren Kunden einen signifikanten Beitrag zu mehr Effizienz leisten. Die Investition in Schörfling schafft zusätzliche Möglichkeiten unser Membranportfolio noch breiter aufzustellen.“

Mittels der Membranen gelingt es laut Hersteller, Gase wie Methan, Stickstoff oder Wasserstoff besonders effizient aus Gasgemischen abzutrennen. Die Vorteile der Membrantechnologie für die Gasseparation liegen in der präziseren Trennung der Gase beziehungsweise in der größeren Produktivität. In Lenzing nah am Standort Schörfling entsteht das Ausgangsmaterial – der Hochleistungskunststoff Polyimid –, der in Schörfling versponnen und dann weiter verarbeitet wird. Im Zuge der Standorterweiterung will das Unternehmen auch die Infrastruktur in Lenzing entsprechend ausbauen.

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