Blindflug ade

Störstrahlunterdrückung für die radiometrische Füllstandmessung

24.08.2004 Radiometrische Füllstandmessungen sind zwar universell einsetzbar, bereiten aber dann Probleme, wenn in der Umgebung Werkstoffprüfungen mit Gamma- oder Röntgenstrahlung stattfinden.

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Radiometrische Füllstandmessungen sind zwar universell einsetzbar, bereiten aber dann Probleme, wenn in der Umgebung Werkstoffprüfungen mit Gamma- oder Röntgenstrahlung stattfinden. Bei bisherigen Lösungsansätzen, wurde das Messsignal sofort nach Auftreten der Störstrahlung für eine definierte Zeit „eingefroren“. Um einen Blindflug der Anlage zukünftig zu vermeiden, wurde eine neue Lösung entwickelt, die auf der Trennung der unterschiedlichen Energien der Strahlenquellen basiert. Die Füllstandmessung arbeitet mit hochenergetischer Strahlung (Co60, CS137), die Werkstoffprüfung mit schwächeren Strahlern (Ir192). Während des Normalbetriebs werden alle Impulse, die oberhalb der Messschwelle (Bild) liegen als Nutzimpulse ausgewertet. Im Falle einer Störung wird der unterhalb der Schwelle 2 liegende Anteil der Strahlung, also der Bereich, in dem auch die Energien des Störstrahlers liegen, unterdrückt. Da im System zwei Kennlinien abgespeichert sind, kann das System für die Dauer der Störung umschalten und nur den Anteil oberhalb der zweiten Messschwelle auswerten. Bedingt durch die verringerte Impulsrate im zweiten Messkanal tritt während der Störung zwar ein größerer Messfehler auf, das Messsignal wird aber dennoch kontinuierlich aktualisiert.

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