Glatt oder strukturiert

Struktur-Rohre ip tubes

09.06.2011 Bei einem neuen Hochleistungskondensator sollen Rohre mit gezielt veränderten Oberflächen eine deutlich erhöhte Wärmeübertragungsleistung erreichen. Ein Klimatechnik-Spezialist aus Baden-Württemberg nutzt das innovative Material bereits für Wärmeübertrager zum Einsatz in Trocknungs-, Lackierungs- oder Pulverbeschichtungsanlagen.

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Struktur-Rohre ip tubes

Struktur-Rohre sorgen für Effizienzsprung und Miniaturisierung im Anlagenbau (Bild: La Mont-Kessel)

Wissenschaftler der TFH Wildau (Brandenburg) entwickeln gemeinsam mit Forschungsingenieuren eines Wärmetauscher-Spezialisten einen multifunktionalen Rohrbündelkondensator. Nach Angaben des Entwicklerteams soll die für Kraftwerks- und Industrieanwendungen konzipierte Kondensatorfamilie gegenüber herkömmlichen Systemen mit Glattrohr eine mehrfach höhere Wärmeübertragungsleistung bei halbiertem Anlagenvolumen haben. Auch die unerwünschte Materialablagerung in oder an den Rohren, die sogenannte Foulingneigung, soll um rund 80 Prozent sinken. Damit verlängern sich die Wartungsintervalle erheblich. Ermöglicht wird dies durch Verwendung sogenannter „industrial power tubes“, Strukturrohre mit differenziert ausleg- bzw. strukturierbarer Oberfläche. Dazu werden Halbzeuge mit Durchmessern von acht bis 60 mm aus Stahl, Edelstahl oder Kupfer durch gleichmäßige Prägungen unterschiedlicher Tiefe und Gestalt umgeformt und mit bedarfsangepassten kristallinen Kupfer- oder Nickelstrukturen bestückt.

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