Styrolution: BASF und Ineos schließen Joint-Venture-Vertrag

03.06.2011 Die BASF und Ineos, Lyndhurst, Großbritannien, sind einen weiteren Schritt bei der Gründung des Joint Ventures Styrolution vorangekommen. Die Unternehmen unterzeichneten am 27. Mai 2011 einen Vertrag, der die Zusammenarbeit im neuen Joint Venture Styrolution regelt. Die Gründung des Joint Ventures steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. BASF und Ineos wollen ihre weltweiten Geschäftsaktivitäten in den Arbeitsgebieten Styrol-Monomere (SM), Polystyrol (PS), Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS), Styrolbutadiencopolymere (SBC) und weitere Styrol-basierte Copolymere (SAN, AMSAN, ASA, MABS) sowie Copolymerblends in dem Joint Venture zusammenführen. Die jeweiligen Geschäfte mit Polystyrol-Schäumen sind nicht Teil der Transaktion.

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Styrolution: BASF und Ineos schließen Joint-Venture-Vertrag

Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender BASF-Vorstandsvorsitzender und zuständig für das Segment Plastics sieht mit der Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrags einen wichtigen Meilenstein für das Joint Venture Styrolution erreicht (Bild: BASF)

Sitz des Unternehmens wird Frankfurt am Main sein. Die Anteile am Joint Venture werden jeweils zu 50 % von beiden Partnern gehalten. BASF wird nach Abschluss der Transaktion eine Ausgleichszahlung erhalten. Die beiden Joint-Venture-Partner werden bis zum Abschluss der Transaktion weiterhin als eigenständige Unternehmen am Markt auftreten. Das Closing wird im Laufe des Jahres 2011 erwartet.

Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender BASF-Vorstandsvorsitzender und zuständig für das Segment Plastics: „Mit der Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrags haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht und zugleich ein starkes Fundament errichtet, auf dem wir noch in diesem Jahr Styrolution gründen wollen, sobald die zuständigen Wettbewerbsbehörden zugestimmt haben.“

„Der Joint-Venture-Vertrag weist den Weg zu einem global wettbewerbsfähigen Geschäft, das seinen Kunden signifikante Vorteile bieten wird“, sagte Jim Ratcliffe, Chairman, Ineos Capital. „Styrolution wird in der Lage sein, die langfristigen Anforderungen eines sich rasant ändernden Marktes zu erfüllen, weil das künftige Unternehmen äußerst wettbewerbsfähig gegenüber großen Produzenten aus Asien und dem Nahen Osten sein wird.“

BASF beabsichtigt, ihr Geschäft mit SM, PS, ABS und SBC und das Styrol-basierte Copolymergeschäft an Standorten in Deutschland, Belgien, Korea, Indien und Mexiko in das Joint Venture einzubringen. Ineos beabsichtigt ABS-Produktionsanlagen in Deutschland, Spanien, Indien sowie in Thailand in das Joint Venture einzubringen. Darüber hinaus wird Ineos auch sein Geschäft mit SM und PS einbringen.
Styrolkunststoffe werden hauptsächlich in Haushalt und Büro, Elektro- und Kommunikationstechnik und für Verpackungen verwendet. Styrol-Copolymere sind thermoplastische Kunststoffe auf Basis der Monomere Styrol und Acrylnitril. Sie werden vor allem in der Automobil- und Elektroindustrie eingesetzt sowie in zahlreichen Gegenständen des täglichen Bedarfs.

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