GEA Wiegand hat ein mobiles Chlor-Notaggregat entwickelt, mit dem die Umgebungsluft bei Chlorgasunfällen - beispielsweise mit Kesselwagen - gereinigt werden kann.Das 9 t schwere mobile Aggregat kann per Lastkraftwagen, Bahn oder Hubschrauber, binnen kurzer Zeit an den Ort des Unfallgeschehens befördert werden. Der Apparat arbeitet nach dem Prinzip der Strahlgaswäscher: Umgebungsluft wird ohne mechanischen Ventilator angesaugt, Chlor wird chemisch - in der Regel in Natronlauge - gebunden und die gereinigte Luft wird wieder an die Umgebung abgegeben. Der dreistufige Wäscher kann dabei bis zu 1800 Kubikmeter verunreinigte Luft pro Stunde ansaugen und auf einen Chlorgehalt von weniger als 10 ppm reinigen. Im Vergleich zu bisherigen Anlagen arbeitet das mobile Notaggregat laut Hersteller mit dem zehnfach höheren Durchsatz. Der Apparat erzeugt außerdem im Gasstrom statt eines Druckverlustes einen Druckgewinn, die Gase werden selbsttätig abgesaugt und gefördert. Die Chlor-Notaggregate haben Absorptionskapazitäten von 50 bis 1000 Kilogramm Chlor. Das mobile Notaggregat wird im Rahmen des Transport-Unfall-Informations-Systems (TUIS) Behörden, Feuerwehr, Polizei und anderen Einsatzkräften zur Verfügung stehen.
Keywords: Luftwäscher, Chlor-Notaggregat, Strahlwäscher
13.08.2009, 06:00
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