Bereinigt um kursbedingte Währungseinflüsse und Effekte aus Akquisitionen und Desinvestitionen verbleibt ein organisches Wachstum von 5 %. Nach Regionen ergaben sich die größten Umsatzsteigerungen in der Europäischen Union ohne Deutschland, in Asien und in Süd-/Zentralamerika. Der Konzerngewinn nach Steuern betrug 171 Mio. Euro (Vorjahr: 93 Mio.). Die Gewinne verteilten sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen Weltregionen, vor allem in Deutschland war das Umsatz-/Gewinnverhältnis schwach. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 341 Mio. Euro, 74 Mio. mehr als im Jahr zuvor. Der außergewöhnliche Anstieg beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 221 Mio. Euro im Jahr 2003 auf 618 Mio. Euro ergab sich vor allem aus den Akquisitionen. Diese konnten nicht vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert werden, so dass es zu einem leichten Rückgang der Eigenkapitalquote von 43 auf 40 % kam.
Die Zahl der bei Freudenberg beschäftigten Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr um 3525 auf 32004 gestiegen. In Deutschland hat die Unternehmensgruppe 12387 Mitarbeiter und Auszubildende, das sind über 1000 mehr als im Vorjahr.
Nach dem Umbau des Portfolios zeigt sich die Unternehmensgruppe heute in erster Linie als technischer Zulieferer mit Schwerpunkten in den Bereichen Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe sowie Schmierstoffe und Trennmittel. Hinzu kommen die Geschäftsgruppe Haushaltsprodukte mit der Marke Vileda, die Bausysteme mit den Kautschukbodenbelägen der Marke Nora sowie die Servicegesellschaften.
Bereits zwischen 1999 und 2004 hat Freudenberg die jährlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 112 auf 173 Mio. Euro gesteigert und die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich um mehr als 60 % auf 2138 erhöht. Mit der Gründung der neuen Geschäftsgruppe New Technologies, in der die mit Forschung und neuen Geschäftsfeldern befassten Gesellschaften zusammengefasst wurden, wird der Fokus auf Innovationen weiter verstärkt.
Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs konnte die Unternehmensgruppe den Umsatz um rund 7 % steigern, das Ergebnis ging aber vor allem wegen der stark gestiegenen Rohstoffpreise zurück. Vor dem Hintergrund der Rohstoff- und Energiepreise, der Dollar-Euro-Parität sowie der Personalkosten, insbesondere in Deutschland, zeigt sich die Geschäftsleitung für das laufende Geschäftsjahr zurückhaltend optimistisch.
09.06.2005, 00:00
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