Dow Chemical und Solvay haben ein Joint-Venture zum Bau einer Wasserstoffperoxid-Anlage (HP) in Thailand vereinbart. Die neue HP-Anlage soll 2010 in Betrieb gehen und das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Propylenoxid (PO) liefern. Es handelt sich dabei um die weltweit größte HP-Anlage mit einer Kapazität von mehr als 330000 t/a. Das Verfahren zur HP-Herstellung basiert auf einer von Solvay entwickelten Technologie.
Darüber hinaus setzen Dow und die BASF ihre Verhandlungen über den Bau einer World-Scale-Anlage zur Herstellung von Propylenoxid (PO) mit einer Kapazität von 390000 t/a in Map Ta Phut/Thailand fort. In dieser Anlage soll die gemeinsam von Dow und BASF entwickelte HPPO-Technologie (Wasserstoffperoxid zu Propylenoxid) zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Anlage in Thailand wäre die zweite World-Scale-Anlage auf Basis der HPPO-Technologie. Derzeit bauen die beiden Unternehmen ihre erste Anlage dieser Art in Antwerpen/Belgien. Diese wird über eine Kapazität von 300000 t/a verfügen und soll Anfang 2008 in Produktion gehen. Die HP-Versorgung wird auch hier durch eine entsprechende Anlage nach dem Solvay-Verfahren sichergestellt. Propylenoxid wird zur Herstellung von Produkten wie Polyurethanen, Propylenglykolen und Glykolether gebraucht.
Das Propylen für die geplante HPPO-Anlage in Thailand kommt von einem Liquid-Cracker, den Dow gemeinsam mit The Siam Cement Group in Thailand baut. Er soll 2010 seinen Betrieb aufnehmen.02.08.2007, 07:00

