Artikel Fernwirktechnik: Nachricht von T1

11.04.2008

Datenübermittlung auf allen Wegen

Manche Leute erhalten Kurznachrichten auf ihr Mobiltelefon von Freunden, meist erwünschte und manche eine SMSvon einem Tank: „T1 = min.“, vielleicht unerwünscht. Und manche Leute antworten dem Tank sogar: „P1 = 1“. Ein neues Fernwirkmodul kann Störmeldungen per SMSversenden und Daten über ein GSM-Modem übermitteln sowie empfangen.

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Das Handy piept – eine SMS: „T 1 = 30; T 2 = 25; P 1 = kri“. Das ist kein Geheimcode, sondern könnte die Meldung des Fernwirkmoduls To-Pass über den aktuellen Füllstand der Tanks 1 und 2 sowie einer Störungsmeldung von Pumpe 1 sein. Ihre Antwort per SMSkönnte lauten: „P 1 = 0“. Denn das Modul kann auch Daten empfangen und so beispielsweise auf Grund der gesendeten SMSPumpe 1 ausschalten.

Kommunikationswege

Das Fernwirkmodul versendet und empfängt über ein GSM-Quadband-Modem (Global System for Mobile Communications) Daten. Diese können via GPRS in das Internet, mit einer CSD-Wählverbindung oder als SMS übertragen werden. Störmeldungen können die Anwender als SMS, E-Mail, Fax oder Anruf erhalten. Die Datenübertragung ist damit unabhängig von Leitungen oder Funkstrecken und erlaubt, auch über große Entfernungen zum Beispiel abgelegene Tanklager. Aufwändige Kontrollfahrten können entfallen. Nicht nur, dass die Verbindung wartungsarm ist, sie ist zudem preisgünstig mit Kosten von weniger als 10 Euro pro Monat bei minütlicher Datenübertragung.

Weil das Modul Daten an einen beliebigen Web-Server senden kann, ist die Abfrage jederzeit über das Internet möglich. Der Hersteller Wago vermietet dazu einen Server, an den das Fernwirkmodul Rohdaten von geringen Volumen übermittelt. Auf demServer rechnet eine Software die Rohdaten um und stellt sie visuell dar. Über einen Login lassen sich so zum Beispiel Silo- oder Pegelstände abgefragen. Die Messwerte können unbegrenzt auf dem Server in einer My-SQL-Datenbank gespeichert werden.

Sensoren und Aktoren anbinden

An das Fernwirkmodul können Anwender zum Beispiel Temperatur-, Druck- oder Füllstandsensoren koppeln. Dafür verfügt das Modul über maximal je acht analoge und digitale Eingänge und, um Aktoren wie Ventile zu bedienen, über je vier analoge wie digitale Ausgänge. Die Verbindungen lassen sich flexibel über ein I/O-System erweitern.

Denkbare Anwendungen des Fernwirkmoduls sind neben der Überwachung von Tanklagern, Pumpstationen oder Serienmaschinen auch Gebäude, Gewässerpegel oder Tanklastwagen. Das Fernwirkmodul Mobil verfügt für bewegliche Objekte wie Lastkraftwagen oder mobile Tanks über ein GPS (Global Positioning System), mit dem sich das Fahrzeug per Satellit orten lässt. Der zulässige Temperaturbereich für das Fernwirkmodul reicht von -20° bis 70°C. Für Temperaturen unter 20°C ist das Modell Outdoor mit einer Heizung ausgestattet und verfügt außerdem über einen Akku. Es kann daneben auch mit Solarenergie betrieben werden.

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