Artikel IBC: Kostenvergleich über die gesamte Supply Chain
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Ein auf Basis dieser Untersuchung entwickeltes Kalkulationstool wird künftig als effizientes Instrument zur Optimierung der Supply Chain eingesetzt. Schließlich entscheidet bereits die Verpackungsauswahl über ein erhebliches Einsparpotenzial. Der Preis einer Verpackung ist für jeden Einkäufer von größter Bedeutung. Entscheidet man sich jedoch für den falschen Verpackungstyp, können sich die Kosten in der Supply Chain durch verschiedenste Einflussfaktoren erheblich erhöhen. Dies relativiert den Einkaufspreis einer Verpackung und ermutigt zu einer ganzheitlichen Betrachtung der Wertschöpfungskette – vom Verpackungslieferanten bis zum Entleerer.
Als eines der wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung hat sich herausgestellt, dass der IBC (Intermediate Bulk Container) im Vergleich zu anderen industriellen Verpackungssystemen die ökonomischste Lösung unter den industriellen Transportverpackungen ist.
Know-how-Bündelung zurSupply-chain-OptimierungDas Unternehmen Schütz hat über Jahrzehnte umfangreiches Know-how quer durch den gesamten Verpackungszyklus erworben und zu entsprechenden Dienstleistungen gebündelt. Hier geht es um eine unternehmensübergreifende Herausforderung. Die Betrachtung der kundeninternen Prozesse allein reicht nicht. Auch die Abläufe bei deren Lieferanten sowie den Endabnehmern müssen unbedingt mit einbezogen werden.
Vor diesem Hintergrund wird die komplette Wertschöpfungskette der Kunden mit intelligenten Servicelösungen und umfassenden Beratungsleistungen begleitet – von der Auswahl bzw. der Konfiguration der jeweils richtigen Verpackung über das Chemikalienmanagement, das Befüllen, die Distribution und die Transportlogistik bis hin zum Entleeren beim Endverbraucher und schließlich zur Rekonditionierung. Die Kombination aus individuellen Verpackungslösungen und speziell konfigurierten Dienstleistungen führt zu einer deutlichen Optimierung der Supply Chain und so zu einer deutlichen Kosteneinsparung.
Eine Rechnung mit vielen VariablenGrundlage der Kalkulation ist die ganzheitliche Betrachtung der Supply-chain-Prozesse und die entsprechende Kostenentwicklung bei der Verwendung von Fässern, IBC und ISO-Tankcontainern bezogen auf 1000l Füllgut unter unterschiedlichen Bedingungen. Bei der entscheidenden Frage, mit welchem Verpackungstyp welche Kosten verbunden sind, fließen hier mehr als 100 Variable in die Kalkulation ein, die individuellen Situationen angepasst werden können. Dazu gehören etwa die Dichte des Füllguts, Arbeitskosten, die Kosten für Abfüllen und Transport sowie die Lagerdauer und andere mehr.
Ein Ergebnis-Beispiel: Bei einem Szenario, das einen Landtransport zum Ausgangshafen, einen Überseetransport sowie einen weiteren Landtransport im Zielland annimmt, können mit einem optimal konfigurierten Ecobulk (IBC) gegenüber den erwähnten Vergleichsverpackungen bis zu 25% der Gesamtkosten in der Supply Chain eingespart werden. Pro 1000l Füllgut bedeutet das einen Kostenvorteil von bis zu 100Euro gegenüber ISO-Tankcontainern. Und im Fass-Vergleich ist der IBC alles in allem ebenfalls deutlich preiswerter.
Die palettierte Anlieferung von Fässern vorausgesetzt bedeutet zum Beispiel, dass der Ecobulk bereits bei der Anlieferung der Leerverpackungen eine Kostenersparnis bis zu 80% in der Beschaffungslogistik generieren kann. Gemessen an den Gesamtkosten in der gesamten Supply Chain sind das bis zu 20%. Und beim Abfüllen und Etikettieren ist ein optimal konfigurierter IBC bis zu 10Euro günstiger als fünf Fässer mit gleicher Abfüllmenge.
Ein Blick auf Distribution und Logistik beweist, dass auch veränderte Szenarien in der Kalkulation zu ähnlichen Ergebnissen führen. Demnach sind die Frachtkosten für IBC bei einem angenommenen Landtransport eines Füllproduktes mit einer Dichte von 1,4 über eine Strecke von 300km bis zu 40% preiswerter als andere Systeme. Für den Fall, dass sich Transportverzögerungen ergeben – etwa durch Stau oder Unwetter – können IBC-Nutzer gegenüber dem Einsatz von ISO-Tankcontainern täglich pro 1000l Füllgut mehr als 2,5Euro sparen.
Die Vergleichsrechnung und das darauf basierende Kalkulationstool sind ein weiterer Baustein in dem Prozess, sich auf Basis des eigenen Know-hows nicht nur als Produkthersteller zu sehen. Vielmehr strebt der Hersteller an, sich seinen Kunden in immer stärkerem Maße ebenfalls als Supply-chain-Optimierer und Full-service-Dienstleister zu empfehlen.
Auf die Unterstützung bei der Auswahl der optimalen Verpackungslösung folgt in der Liste der Dienstleistungspalette ein professionelles Spezifikationsmanagement, das mit der Verpackungsoptimierung beginnt. Füllgutspezifikationen wie Dichte, Viskosität, Haltbarkeit, chemische Eigenschaften oder die Gefahrguteinstufung gehören dabei ebenso zu den Einflussgrößen wie gesetzliche Normen (Lager- und Transportbestimmungen, Ex-Schutz, Brandschutz, Reinheit, Lebensmitteltauglichkeit etc.) und Prozess- bzw. Handlingsanforderungen (Transportweg, -mittel und -dauer, Kühlung, Handlingssysteme, Rollenbandförderung, Lagersituation, automatische Abfüllung, Entleerungssituation, automatische Entleerung, Verpackungsrücknahme, Rekonditionierung).
Unterstützt werden die Kunden natürlich auch bei der Standardisierung ihrer Verpackungen, um einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen, Anwendungsfehler zu vermeiden, einen besseren Portfolioüberblick zu erhalten, das Bestellwesen zu vereinfachen, die Kosten zu minimieren und schließlich auch gegenüber den Endkunden einen einheitlichen Auftritt zu erreichen.
Autor: Veit Enders , Marketing- und Vertriebsleiter Europa, Schütz
Ausgabe:05/2009 Mai
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