NewsBASF: Rückkehr in die Gewinnspur

25.02.2010, 20:54

Die BASF hat alle Erwartungen übertroffen: Im vierten Quartal konnte der Chemiekonzern seinen Gewinn  auf 1,48 Mrd. Euro nahezu verdreifachen. Damit tragen die kräftige Nachfrage aus Asien und erfolgreiche Einsparmaßnahmen Früchte.

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BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht hat Grund zum Optimismus (Bild: BASF)
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Der Konzern sieht sich auf Grund der erfolgreichen Ciba-Integration, durch nochmals erhöhte Forschungs- und Entwicklungs­ausgaben und durch Investitionen in Wachstumsmärkte auf einem guten Weg. Anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Hambrecht: „Unsere Strategie hat sich als richtig herausgestellt.“

Nach dem dramatischen Absturz im Spätjahr 2008 und dem weiteren Rückgang zu Beginn 2009 sank die Auslastung der Anlagen in großen Teilen des BASF-Geschäfts auf ein historisch einmalig niedriges Niveau. Im Jahresverlauf hat sich die Nachfrage jedoch belebt, insbesondere in Asien. Durch schnelle und entschlossene Maßnahmen zur Anpassung von Kapazitäten sowie zur Effizienzsteigerung gelang es, das Ergebnis von Quartal zu Quartal wesentlich zu verbessern. Der Umsatz ging 2009 um 19 % auf 50,7 Milliarden € zurück. Mit Ausnahme von Performance Products und Agricultural Solutions waren alle Segmente von dem Rückgang betroffen.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen nahm um 29 % ab und erreichte 4,9 Milliarden €. Das Segment Plastics konnte das Ergebnis leicht verbessern, Agricultural Solutions erzielte sogar einen Rekordwert. Die übrigen Segmente weisen zum Teil stark rückläufige Ergebnisse auf.

Ausblick Gesamtjahr 2010: Deutlich besseres EBIT erwartet

Für das Jahr 2010 rechnet die BASF mit einer Zunahme der weltweiten Industrieproduktion um knapp 5 %, ausgehend von einem sehr niedrigen Vergleichsniveau. Hambrecht: „Die langsame Erholung setzt sich fort, hier macht das 4. Quartal 2009 Mut und stimmt uns zuversichtlich. Das Schlimmste haben wir hinter uns, die dunklen Wolken haben sich aber noch nicht verzogen. 2010 wird ein Übergangsjahr mit ungleichmäßiger Entwicklung in den Regionen. Insgesamt ist noch kein selbsttragender dauerhafter Aufschwung erkennbar.“

Trotzdem sieht die BASF Wachstum in den meisten ihrer Abnehmerindustrien, die allerdings aus einem tiefen Rezessionstal kommen: Insbesondere in den Branchen Automobil, Informations­technologie und Elektroindustrie.

Das Unternehmen erwartet folgende makroökonomische Rahmenbedingungen für 2010:

  • - Moderate Steigerung des globalen Bruttoinlandsprodukts (+2,7 %) sowie deutliches Wachstum der weltweiten Chemieproduktion (ohne Pharma) (+5,3 %)
  • - einen US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,40 US$ pro Euro sowie einen
  • - Ölpreis von 75 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt 2010

 

Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund geht der Vorstandsvorsitzende davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2010 wieder steigen wird – und zwar stärker als die weltweite Chemieproduktion. Da die wirtschaftliche Lage weiterhin fragil bleibt, werden die Programme zur Effizienzsteigerungs- und Kostenreduzierung konsequent fortgeführt. Die Investitionsvorhaben passt das Unternehmen weiterhin den aktuellen Marktgegebenheiten an.

 

Hambrecht: „Wir erwarten, dass sich das EBIT deutlich verbessern wird. Hierzu werden vor allem zunehmende Mengen und spürbare Kostensynergien beitragen, die aus der Ciba-Integration resultieren. Zudem werden die Kosten der Integration 2010 wesentlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Unser Ziel ist klar: Wir wollen 2010 wieder eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen.“

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BASF SE