NewsH.C. Starck verkauft Katalysatorgeschäft an Evonik
02.03.2010, 09:28
H.C. Starck hat am 26. Februar 2010 sein Amperkat-Geschäft an die Evonik Degussa GmbH, Essen verkauft. Evonik erwirbt Know-how und Technologie zur Herstellung und Anwendung dieser Katalysatoren.
Die Marke Amperkat steht für aktivierte Metallkatalysatoren – sogenannte Metallskelett - Katalysatoren und kundenindividuell hergestellte Trägerkatalysatoren für Anwendungen in der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie sowie im Bereich der Feinchemikalien. H.C. Starck hat diese Produkte bislang an seinem Standort Laufenburg/Baden-Württemberg hergestellt. Diese Anlage soll für eine Übergangszeit noch genutzt werden, bevor Evonik die Produktion an seinen Standort Hanau verlagern wird.
Das Chemieunternehmen hatte den Verkauf des Geschäftes bereits vor längerer Zeit angekündigt, da diese Katalysatoren nicht mehr zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören. Evonik wird die Marke im Rahmen einer Lizenzvereinbarung für einen begrenzten Zeitraum weiter nutzen. Die in der Kat-Anlage beschäftigen acht Mitarbeiter werden nach Auslaufen der Kat-Produktion in Laufenburg im Rahmen der Standortsicherungsvereinbarung in anderen Bereichen des Standortes beschäftigt. Das Geschäft der H.C. Starck-Gruppe mit Katalysatorvorstoffen auf Basis von Wolfram, Molybdän, Tantal, Niob und Rhenium bleibt von diesem Verkauf unberührt, diese Produkte sollen auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil im Portfolio des Unternehmens bleiben.
Mit der Übernahme der Katalysatoren ergänzt Evonik das eigene Spektrum an Produkten und kundenspezifischen Problemlösungen. „Katalysatoren sind keine Produkte von der Stange, sondern müssen für jede einzelne Synthese speziell angepasst werden“, so Dr. Wilfried Eul, Leiter des Geschäftsgebiets Catalysts von Evonik. „Mit den Technologien von H.C. Starck haben wir nun zusätzliche Instrumente, um den optimalen Katalysator für eine Reaktion zu produzieren.“ Mit dem neu erworbenen Geschäft kann Evonik aktivierte Metallkatalysatoren jetzt auch auf Basis von Sprühlegierungen oder in Tablettenform produzieren – beides hoch spezialisierte Verfahren, die weitere Freiheitsgrade beim Design von leistungsfähigen Katalysatoren bieten.
02.03.2010, 09:28


