Artikel Yokogawa stellt Temperatur- und Drucktransmitter sowie Gateway nach ISA 100 vor
Automatisierung, Messtechnik
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Wir haben uns für ISA 100 entschieden, weil dieser Standard von den Anwendern unterstützt wird“, erklärte dazu Joost van Loon, Direktor des Geschäftsbereichs Industrial Automation, auf der Pressekonferenz im Rahmen der 5. europäischen Anwenderkonferenz des Unternehmens in Amsterdam. Zu den Unterstützern des Standards gehören auf der Anwenderseite unter anderem Shell, BP, Exxon und Procter & Gamble. Einer gleichzeitigen Unterstützung der Wireless Hart-Technik erteilte van Loon – zumindest für die nahe Zukunft – eine Absage. Allerdings verweist der Anbieter auf eine Working-Group innerhalb der ISA (100.12), die sich mit der Konvergenz beider Systeme befasst. Die Aufwärtskompatibilität der Geräte wird dabei – mit Blick auf die bislang nicht vorhandene installierte Basis – allerdings keine Anforderung sein.
Zu den ersten Geräten, die der Hersteller ab Juli 2010 ausliefern will, gehören der Differenzdruck-Transmitter EJX-B und der Temperaturtransmitter YTA sowie ein Gateway zur Anbindung der Funksignale an das übergeordnete Host-System. Yokogawa hat für seine drahtlos arbeitenden Geräte ein eigenes Batteriekonzept auf der Basis von Standardbatterien entwickelt, das der Hersteller aber auch für die Nutzung durch andere Anbieter öffnen will. Zudem wird der Hersteller den Vorsitz einer ad hoc-Arbeitsgruppe zur Batteriestandardisierung im VDI übernehmen, die sich im Juli erstmalig treffen will.
Für den Drucktransmitter gibt der Hersteller eine Batterielebensdauer von fünf Jahren an, beim Temperaturtransmitter soll diese sogar acht Jahre durchhalten. Das Gateway kann in Ex-Zone 2 montiert werden.
Insgesamt erwartet der Hersteller für Wireless-Geräte künftig ein Volumen von 7 bis 15 % des Instrumentierungsmarktes und sieht den Schwerpunkt der Applikationen bei rotierenden Maschinen, Instandhaltungs- und Überwachungsaufgaben. Ersten Erfahrungen des Herstellers zufolge, erreicht die Funktechnik in offener Umgebung Reichweiten über 200 m. Innerhalb von Anlagen mit umfangreichem Stahlbau können demnach Reichweiten deutlich unter 50m erwartet werden.
„Grundsätzlich ist die Technik nach ISA100.11a auch für Regelaufgaben geeignet, aber zunächst wird die Mehrzahl der Anwendungen aufgrund der limitierten Batteriekapazität bei Überwachungsaufgaben zu erwarten sein“, schätzt van Loon. Neben klassischen Feldgeräten sieht der Anbieter für die Technik auch das Potenzial, Geräte mit einem hohen Datendurchsatz drahtlos in das Informationsnetzwerk einzubinden. Dazu gehören Videosignale, komplexe Analysengerete etc. Erste Erfahrungen beim Einsatz der Wireless-Technik hat der Hersteller eigenen Angaben zufolge in Anlagen in Japan und den USA gesammelt.[AS]
„Wir haben uns für ISA 100 entschieden, weil dieser Standard von den Anwendern unterstützt wird“
Joost van Loon ist Direktor des Geschäftsbereichs Industrial Automation bei Yokogawa
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Autor: Scheuermann
07/2010 Juli
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