NewsLanxess baut indischen Standort aus
06.12.2010, 17:26
Nach bisherigen Investitionen in Höhe von ca. 50 Mio. Euro will der Spezialchemie-Konzern Lanxess weitere 10 Mio. Euro in seinen indischen Standort Jhagadia investieren. Neben dem in der vergangenen Woche eröffneten Werk für Ionenaustauser soll bis 2012 eine Anlage für Hightech-Kunststoffe mit einer Kapazität von 20.000 Jahrestonnen hinzu kommen
Das nach eigenen Angaben modernste Werk Asiens für Ionenaustauscher wurde in der vergangenen Woche nach einer Bauzeit von zwei Jahren im Chemiepark Jhagadia im indischen Bundesstaat Gujarat eröffnet. Es verfügt über eine Jahreskapazität von 35.000 Tonnen. Rund 200 Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Ion Exchange Resins (ION) stellen dort Produkte zur industriellen Wasseraufbereitung für die Halbleiter- und Pharmaindustrie sowie für die Nahrungsmittel- und Energiebranche her.
Mit der Eröffnung wurde die zweite Ausbauphase in Jhagadia erfolgreich abgeschlossen. Bereits im März des Jahres wurde im Rahmen der ersten Projektphase ein Werk zur Produktion von Kautschukchemikalien in Betrieb genommen. Insgesamt hat Lanxess bis dato rund 50 Millionen Euro in den Standort investiert. Das neue Werk wurde auf einem insgesamt 30.000 Quadratmeter großen Areal von bis zu 1800 Arbeitern errichtet. In dem rund 40 Meter hohen Produktionsgebäude wurden in neun Millionen Arbeitsstunden rund 5.000 Tonnen Stahl und 400 Kilometer elektrische Kabel verbaut.
Wachstumsmarkt Indien
„Indien hat sich zu unserem zweitstärksten Wachstumsmarkt in Asien entwickelt und wir werden daher in den kommenden fünf Jahren unser Ausbautempo in diesem Land weiter beschleunigen", kündigte Vorstandschef Axel Heitmann an. Für 2012 ist die nächste Erweiterungsstufe für Jhagadia geplant: Dann wird die Produktion von Hightech-Kunststoffen des Geschäftsbereichs Semi-Crystalline Products (SCP) mit einer Kapazität von 20.000 Jahrestonnen beginnen. „Indien schickt sich an, hinter den USA und China drittgrößter Markt für technische Kunststoffe zu werden", so Heitmann. „
Im März 2010 wurde mit der Inbetriebnahme der Produktion von Kautschuk-Chemikalien die erste Bauphase für den neuen Produktionsstandort abgeschlossen. Seitdem beliefert die Anlage die rasch wachsende indische Reifen- und Kautschukindustrie. Darüber hinaus werden aus Indien weltweit Kunden aus der Kautschuk-, Öl- und Schmierstoffindustrie mit Antioxidantien der Marke Vulkanox beliefert.
Wenn der Neubau der Hightech-Kunststoffproduktion abgeschlossen ist, wird Lanxess in Jhagadia insgesamt rund 60 Millionen Euro investiert haben. Jhagadia ist damit neben Nagda im Bundesstaat Madhya Pradesh der zweite große Produktionsstandort in Indien. In Nagda, dem künftigen Lanxess-Kompetenzzentrum für Chlorierung und Aromastoffe, produziert der Geschäftsbereich Basic Chemicals mit rund 300 Mitarbeitern Spezialchemikalien für die Agroindustrie, die Pharma- und Lackbranche sowie für die Duft- und Aromenindustrie.
06.12.2010, 17:26
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