Artikel Neuen Aufgaben gewachsen

06.05.2011

Etikettierlösung für GHS-Anforderung

Mit Inkrafttreten der europäischen GHS-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, genannt CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging), am 20. Januar 2009 wurde europaweit ein neues System für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen eingeführt. Mit dem Legi-Air Twin wurde eine Etikettierlösung für GHS-Anforderungen entwickelt.

Anlagenbau

Chemie

Pharmna

Asurüster

Planer

Betreiber

Einkäufer

Manager

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!

Derzeit befindet sich jedes Chemie-Unternehmen in der Umsetzungsphase. Die neuen EU Richtlinien wirken sich auch auf die Etikettieranforderungen aus. Denn neue Symbole in roter Rautenform sowie H- und P-Sätze – Hazard and Precaution-Statements bzw. die Gefährdungs- und Sicherheitshinweise – ersetzen die bisher verwendeten Piktogramme auf dem orangefarbigen Quadrat und die R- und S-Sätze (Risk and Safety Statements, also die Risiko und Sicherheitshinweise).

Mit dem Legi-Air Twin steht eine Lösung für die neuen Kennzeichnungsaufgaben in der Chemiebranche zur Verfügung: Die Systeme ermöglichen ein Etikettieren von Paletten, Faltkisten und insbesondere Fässern in unterschiedlichen Abmessungen im Durchlauf.

Zweifarbiger Etikettendruck

Mit dem System lassen sich kleine und große Stückmengen schneller und sicherer etikettieren. Neben den Gefahrenhinweisen „H“ und den Sicherheitshinweisen „P“ werden je nach Bedarf die zweifarbigen Warnsymbole in der erforderlichen Menge und Abmessung auf Blanko-Etiketten oder auf mit immer denselben Informationen vorgedruckten Etiketten mitgedruckt. Basis dieser Anlage ist ein Etikettendruckspender der Serie Legi-Air, der für den Zweifarb-Druck mit zwei Druckmodulen ausgestattet ist.

Produktbezeichnungen, Mengenangaben, Logos, Barcode (ein- oder zweidimensional) sind erprobte Praxis und seit Jahren Systemstandards der Etikettiertechnik. Einige Ideen waren allerdings für das Umsetzen der geforderten Zweifarbendrucke in einer automatischen Etikettierstation erforderlich.

Anpassungsfähiger Applikator

Je nach zu etikettierendem Produkt stehen verschiedene Applikatoren zum Aufbringen des Etiketts zur Verfügung. Für die Fassetikettierung ist der Legi-Air Twin mit einem speziellen Riemenapplikator ausgestattet. Dieser ist so konzipiert, dass er sich zum Beispiel bei der Fassetikettierung den in Höhe und Durchmesser unterschiedlichen Gebindegrößen automatisch anpasst. Dadurch ist ein positionsgenaues, mittiges Etikettieren beispielsweise außerhalb der Sicken möglich. Das Etikett wird im sogenannten Wipe-on-Verfahren aufgebracht, indem es von der vorbeilaufenden Produktverpackung präzise und sicher mitgenommen – quasi „aufgewischt“ – wird. Das fertige Etikett wird gleichmäßig vom Trägerband abgeschält, per Vakuum angesaugt und über Transportriemen zum Fass transportiert. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit kann extrem hoch liegen, da der Druckprozess vom Vorgang des Etikettenaufspendens getrennt wurde. Übersteigt die Etikettenlänge letztlich ein Drittel des Fassdurchmessers, ist es ratsam, den Rundkörper während des Etikettiervorgangs zu drehen. Etikettenbreite und -länge sind vom Informationsumfang abhängig, lassen sich aber auch an die jeweiligen Anforderungen anpassen.

Auch gibt es eine Lösung für Vordrucketiketten: Hier kommt ein Etikettendruckspender der Serie Legi-Air mit standardmäßig nur einem Druckmodul zum Einsatz, der ebenfalls mit einem Riemenapplikator für die Fassetikettierung ausgestattet ist. Die eingelegten Etiketten sind bereits mit den roten Rauten vorgedruckt, die jetzt Bestandteil der neuen Gefahrensymbole sind. Der Etikettendrucker druckt dann zusätzlich in die entsprechenden Felder je nach Anforderung die Symbole und weitere Hersteller und Produktangaben.

Druck- und haftbeständige Etiketten

Im Vergleich zu Etikettenbevorratung, einem ständigen Rollenwechsel der Etiketten in der Abfüllung oder einer gar händischen Etikettier-Tätigkeit kann durch vollautomatische Etikettierer eine verwechselungsfreie und verifizierbare Lösung angeboten werden. Das verbessert die Kennzeichnungssicherheit und ist auch schneller und wirtschaftlicher als bisherige Verfahren.

In der chemischen Industrie ist es wichtig, dass Warnhinweise, Gewichtsangaben, Inhaltsstoffe etc. auf den Verpackungen dauerhaft gut lesbar bleiben. Das bedeutet, dass die Kennzeichnung je nach Produkt und Folge-Prozess säure- und oder lösemittelbeständig sein muss. Hier stehen für die verschiedenen Einsatzbereiche die passenden Etiketten, zum Beispiel UV-beständige, seewassertaugliche oder chemikalienresistente Materialien, zur Verfügung. Und auch der Etikettenkleber ist auf die Anforderungen der Verpackungsmaterialien in der Chemieindustrie abgestimmt.

Entscheider-Facts
Für Anwender

  • Die Systeme Legi-Air Twin ermöglichen ein Etikettieren von Paletten, Faltkisten und insbesondere Fässern in unterschiedlichen Abmessungen im Durchlauf.
  • Mit dem System lassen sich kleine und große Stückmengen schneller und sicherer etikettieren.
  • Für die Fassetikettierung ist der Legi-Air Twin mit einem speziellen Riemenapplikator ausgestattet.
  • Im Vergleich zu Etikettenbevorratung, einem ständigen Rollenwechsel der Etiketten in der Abfüllung oder einer gar händischen Etikettier-Tätigkeit kann durch vollautomatische Etikettierer eine verwechselungsfreie und verifizierbare Lösung angeboten werden.


Weitere Infos

Mehr zum Thema

Firmen

Special Pharma Food

Partner-Sites

Aktuelle Ausgabe

Mai

Service:
Archiv | Probeheft | Abo

Mai

Specials

Prozessautomatisierung

Lesen Sie jetzt kostenlos unser Special zum Thema "Prozessautomatisierung" als ePaper.

Emerson Process Management

Emerson Process Management ist ein weltweit führender Lieferant von Produkten, Services und Lösungen, um prozessbasierte Verfahren zu messen, zu analysieren, zu regeln, zu automatisieren und letztendlich zu verbessern.

Mehr zum Thema