Artikel Ultraschalldiagnosegerät beugt Produktionsstopps und Ausfällen vor
Leckage, Fehlfunktion
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Das Gerät arbeitet auf Ultraschallbasis und spürt mit überschaubarem Kostenaufwand in allen Bereichen der Industrie fehlerhafte Bauteile oder Leckagen auf: Ob Elektronik, Mechanik, Gas, Pressluft oder Hydraulik - der sogenannte Ultraschallspion kann Fehlfunktionen bereits im Anfangsstadium feststellen. So fallen kostspielige Reparaturen gar nicht erst an, und teure unvorhergesehene Produktionsausfälle werden vermieden. Selbst die NASA setzt auf diese Spion-Technologie: Auf der Internationalen Raumstation ISS werden die Geräte seit Jahren eingesetzt.
Unkompliziert und schnell
Erfahrungen von Instandhaltern haben gezeigt, dass sich die Anzahl der in der Produktion festgestellten Druckluftleckagen um 50 % erhöht hat, seit sie mit dem Gerät arbeiten. So lobt auch Holger Evers, der in Kiel den E + JE Kompressoren Service betreibt, das Ultraschallgerät. An manchen Tagen finde er 25 Undichtigkeiten, berichtet Evers: „Mithilfe des neuen Geräts finden wir die Schäden zudem wesentlich unkomplizierter und schneller."
Der Ultraschallspion spürt sogar an schwer erreichbaren Stellen fehlerhafte Bauteile und Beschädigungen auf, indem er Gasleckagen, undichte Ventile oder auch mechanische Schäden an Außenwand und Dichtungen bereits im Anfangsstadium akustisch umsetzt. Solche Schäden geben auf einer Frequenz von 40 kHz charakteristische Geräusche von sich. Wenn Materialteilchen aneinander reiben, entsteht auf molekularer Ebene ein Rauschen. Dieses Geräusch kann der Spion mit Hilfe eines hoch entwickelten Ultraschallmikrofons in für menschliche Ohren hörbare Töne umwandeln. Die Töne unterscheiden sich je nach Art der Defekte voneinander. Es ist daher genau erkennbar, ob es sich bei der angezeigten Störung etwa um ein Gas- oder ein Luftdruckleck oder um eine elektrische Entladung handelt. Mit Hilfe einer am Spion aufgeschraubten Sonde „tastet" der Anwender das zu prüfende Anlagenteil akustisch ab.
Überschaubare Investition
„Vor allem dann, wenn Druckluftrohre außerhalb der Arbeitshöhe sind oder eine Länge von mehreren hundert Metern haben, kommt die Seifen-Wasser-Methode ganz schnell an ihre Grenzen. Mit dem Spion können wir auch aus großer Distanz und selbst dann noch ganz präzise die Fehlerquelle orten", erklärt Michael Schmutzenhofer, der in Augsburg in seinem Unternehmen H.A.P.S. ebenfalls Instandhaltungsdienstleistungen anbietet.
Aufgrund des vergleichsweise moderaten Investitionsvolumens hält Rolf B. Neurath, Maschinenbauingenieur und ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Komitees Instandhaltung (DKIN), das Gerät vor allem für eine wirtschaftliche Diagnose-Methode. „Früher gab es eigentlich keinen Mittelweg: Entweder man hat sich auf den Schraubenzieher und sein Gehör verlassen, wobei vor allem kleine Lecks oder Schäden im Anfangsstadium unentdeckt blieben. Oder man musste zwangsläufig fünfstellige Summen in komplizierte Thermographie- oder Schwingungsdiagnostik investieren, für die extra Mitarbeiter geschult werden mussten. Mit dem Ultraschallspion liegt jetzt erstmals ein brauchbares Instrument zu einem vertretbaren Preis vor", so Neurath. Die Anschaffungskosten haben sich in Anbetracht der deutlichen Einsparungen für Neurath schon nach kurzer Zeit amortisiert. „Vorteilhaft bei dem Ultraschallspion ist, dass er mit verhältnismäßig geringem technischen Aufwand zuverlässig Maschinen und Geräte in den Bereichen Elektronik, Elektrik, Mechanik, Gas, Pressluft oder Hydraulik auf Fehler untersuchen kann", berichtet der Ingenieur. „Vor allem bei schwer erreichbaren Stellen wie unterirdisch verlegten Rohrleitungen oder Maschinen in großer Höhe erweist sich der Spion als echte Hilfe."
Entscheider-facts
Für Anwender
- In der präventiven Instandhaltung sind herkömmliche Methoden entweder zuverlässig oder teuer.
- Der Ultraschallspion arbeitet auf Ultraschallbasis und spürt mit überschaubarem Kostenaufwand in allen Bereichen der Industrie fehlerhafte Bauteile oder Leckagen auf.
- Erfahrungen von Instandhaltern haben gezeigt, dass sich die Anzahl der in der Produktion festgestellten Druckluftleckagen um 50 % erhöht hat, seit sie mit dem Gerät arbeiten.
- Aufgrund des vergleichsweise moderaten Investitionsvolumens stellt das Gerät vor allem eine wirtschaftliche Diagnose-Methode dar.
Autor: Richard Chambers, Geschäftsführer Richard Chambers
Ausgabe:11/2011 November
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