Artikel Vielfältiger Schlaucheinsatz in der Kunststoffindustrie

27.09.2011

Sorgt für Funktionalität

In der Kunststoffindustrie ist der Einsatz von Schläuchen ein wichtiger Bestandteil. Das Maschinenbauteil Schlauch findet in den unterschiedlichsten Anwendungen seinen Gebrauch und ist aus der verarbeitenden Kunststoffindustrie nicht mehr wegzudenken. Grundlegend ist dabei die richtige Auswahl des Schlauches – nur so können die einzelnen Produktionsschritte effizient funktionieren.

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Eine typische Anlage für Kunststoffverarbeitung, wie sie so oder ähnlich in der Praxis zu finden ist, wird im Bild gezeigt. Schon auf den ersten Blick wird hier deutlich: In beinahe allen Produktionsschritten - von der Anlieferung über die Produktion bis hin zum Versand - kommen Schläuche zum Einsatz.

Richtiger Schlauchtyp spart Energie
Unabdingbar ist es, das richtige Schlauchsystem für die jeweilige Anwendung auszuwählen und einzusetzen. Nur so kann der Ausfall einer Produktionsanlage verhindert werden, und so umgeht man wirtschaftlichen Schaden, der mehrere Tausend Euro umfassen kann. Denn: Fällt ein Schlauch oder Schlauchsystem aus, wird - im schlimmsten Fall - eine gesamte Produktion stillgelegt. Das richtige Schlauchsystem beziehungsweise die richtige Auswahl dessen kann somit ausschlaggebend für die gesamt Funktionalität einer Anlage sein. Ein typischer Förderweg vom Silo bis hin zum Extruder umfasst ungefähr 200 Schnittstellen. Wird ein Schlauch nicht ordnungsgemäß montiert, kann an jeder dieser Schnittstellen Falschluft entstehen. Kommt aber der richtige Schlauchtyp - auch richtig montiert - zum Einsatz, ist die Einsparung von Energie in den allermeisten Fällen sichergestellt.
Der erste Arbeitsprozess in jedem herkömmlichen kunststoffverarbeitenden Unternehmen ist das Anliefern des Kunststoffgranulats. Mehrmals pro Woche beliefern Silofahrzeuge die jeweiligen Kunststoffverarbeiter. Zum Befüllen der Silos (4) wird das Granulat von einem solchen Silofahrzeug über Schläuche in die Silos (1) ausgeladen. Hier empfiehlt sich der Einsatz des Schlauches Airduc PUR 356, eingebunden im Norconnect Schaleneinbandsystem 230 für dickwandige Polyurethan-Spiralschläuche zum Be- und Entladen von Silofahrzeugen. Mit diesem System können die wesentlich leichteren und flexibleren Polyurethanschläuche an Stelle der schwereren, unflexibleren und deutlich weniger abriebfesten Gummischläuche eingesetzt werden. Mit der Verladung des Kunststoffgranulats (4) in die unterschiedlichen Silos (1) beginnen verschiedene Förderprozesse.
Zur Vorbereitung für die Produktion wird das Granulat den Rohrleitungssystemen zugeführt. Hierfür eignen sich die Systeme  Airduc PUR 355 und Airduc PUR 356, eingebunden im Norconnect Schaleneinbandsystem 231.

Unerlässlich bei Trocknung, Transport und Verteilung
Im nächsten Arbeitsprozess folgt die Trocknung des Kunststoffgranulats. Vom Rohrleitungssystem gelangt das Granulat in die Trockner (2). Auch hier spielen Schläuche eine wichtige Rolle: Sie regeln die Luftzufuhr und erwärmen das Granulat.
Eine gute Alternative zu den Neo- oder Siloschläuchen stellen HT-PUR Schläuche dar. Sie sind besonders hitzebeständig und altern trotz hoher Temperaturen bis 150 °C deutlich langsamer. Ein großes Plus des Materials ist seine um 40 % verbesserte mechanische Festigkeit und besonders hohe Abriebfestigkeit bei Hitzeeinwirkung. Besonders empfehlenswert ist hier der Einsatz der Modelle Airduc PUR 351, Airduc PUR 355 und Airduc PUR 356 - auch als HT-PUR.
Für den Transport und die Verteilung verlässt das Granulat über Schläuche den Trockner (2), um dann weiteren Rohrleitungssystemen zugeführt werden zu können. Hier eignet sich unter anderem der Schlauch Airduc PUR 355 in transparenter Ausführung: Somit ist es möglich, den Förderprozess durchgehend zu beobachten und Fehler im Produktionsprozess rechtzeitig zu erkennen. Aber auch Barduc PUR 381 oder Norplast PVC-CU 384 sind Schläuche, die für diesen Einsatz bestens geeignet sind. Im weiteren Prozess transportieren die Rohrleitungssysteme das Granulat weiter zu den Schlauchbahnhöfen (3). In diesen Schlauchbahnhöfen wird das Kunststoffgranulat über Schläuche an die unterschiedlichen Herstellungsstationen bzw. -verfahren verteilt: an die Dosiertechnik (5) oder an Saugförderer an den Extrudern sowie die Spritzgießmaschinen.
Auch im abschließenden letzten Verarbeitungsschritt, dem Verpackungsprozess der hergestellten Produktionsgüter, sind Schläuche zu finden: Sie helfen beim Extrudieren und Blistern von Folien, beim Absaugen von Verpackungsresten oder dabei, der Verpackung Kleinteile zuzuführen.


Powtech 2011 Halle 6 - 468

Entscheider-facts
Für Anwender

In Deutschland werden Explosionsschutzmaßnahmen seit Mai 2009 durch die TRBS 2153 geregelt - auch die Förderung von Kunststoffgranulaten kann unter diese Regel fallen, zum Beispiel wenn bei der Granulatförderung ein hoher Staubanteil anfällt oder der Kunststoff in Pulverform gefördert wird. Bei der Anlieferung des Kunststoffs durch ein Silofahrzeug kann die TRBS 2153 fast immer greifen, da man grundsätzlich durch die hohe Masse von einem hohen Staubanteil ausgehen kann. Generelle Aussagen der TRBS 2153 (ehem. BGR 132):

  • Der pneumatische Transport brennbarer Schüttgüter wurde neu aufgenommen. Er beschreibt den Zustand, dass im Schlauchinneren eine explosionfähige Atmosphäre vorliegt. Die Schlauchwandung soll in diesem Fall aus leitfähigem oder ableitfähigem Material bestehen.
  • Die TRBS 2153 ist eine technische Regel und keine Richtlinie. Es ist ein Gesetzestext.
  • Die TRBS 2153 ist eine Betreiberregel, d.h. der Betreiber ist primär für die Einhaltung dieser technischen Regel verantwortlich.

 

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