NewsTDI-Milliardenprojekt der BASF: And the Winner is - Ludwigshafen

17.01.2012, 13:40

Das Worldscale-Projekt zur Herstellung von Toluoldiisocyanat wird am BASF-Standort Ludwigshafen realisert. Dies gab das Chemieunternehmen am Dienstag, 17. Januar 2012, bekannt. Die einsträngige Anlage wird eine Kapazität von 300.000 Tonnen pro Jahr haben und rund eine Milliarde Euro kosten. Im Juni vergangenen Jahres hatte der Konzern das Projekt angekündigt, die Standortentscheidung (Antwerpen oder Ludwigshafen) aber offen gelassen.

Projekt | Neubau | TDI-Anlage | BASF

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Zusätzlich plant die BASF am Standort Ludwigshafen den Ausbau der Anlagen für TDI-Vorprodukte. Dieser umfasst den Bau einer neuen Chlorwasserstoff-Recyclinganlage und die Erweiterung der Anlagen für Salpetersäure, Chlor und Synthesegas. Weiterhin ist geplant, den Aromaten­komplex am Standort für die Bereitstellung von Toluol zu erweitern. Die Gesamtinvestition, einschließlich der erforderlichen Infrastruktur auf dem Ludwigshafener Werksgelände, wird rund 1 Milliarde € betragen und etwa 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion soll Ende 2014 ihren Betrieb aufnehmen. Die TDI-Produktionsanlage der BASF Schwarzheide mit einer Jahreskapazität von 80.000 Tonnen soll abgestellt werden, sobald die neue Anlage in Ludwigshafen den Betrieb aufgenommen hat. TDI ist ein wichtiges chemisches Grundprodukt, das vor allem für Weichschäume aus Polyurethan genutzt wird.

"Dieses Projekt positioniert uns aufgrund von Skalenvorteilen und der hocheffizienten Integration in unseren Verbund als günstigsten TDI-Produzenten in Europa", sagte Wayne T. Smith, President des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethanes. „Der Bau unserer neuen TDI-Anlage an unserem größten Verbundstandort in Ludwigshafen bietet uns die Vorteile exzellenter Produktionssynergien, der Integration von Rohstoffen und einer hervorragenden Logistik. Zusammen mit unseren bestehenden TDI-Anlagen in Asien und Nordamerika werden wir unsere Kunden in allen wichtigen Märkten optimal bedienen können", ergänzte Smith.

„Wir entwickeln das Ludwigshafener Werk kontinuierlich weiter, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusätzlich zu solchen wichtigen Investitionen in die Produktion, treiben wir auch die Modernisierung und den zielgerichteten Ausbau der gesamten Infrastruktur voran", sagte Dr. Bernhard Nick, Werksleiter des BASF-Verbundstandorts Ludwigshafen. „Die neue TDI-Anlage und die dazugehörigen Betriebe stärken die Wettbewerbsfähigkeit unseres größten Verbundstandorts." Die begleitenden Investitionen in die Vorprodukte und die Infrastruktur sorgen für zusätzliches Wachstum in weiteren BASF-Wertschöpfungsketten.

In Schwarzheide wird die BASF ihre Werksstrukturen in den nächsten Jahren an zukünftige Bedürfnisse anpassen und sich stärker auf Spezialitäten konzentrieren. Mit der Investition wird die BASF über zwei starke Standorte für Polyurethan-Grundprodukte in Europa verfügen: Ludwigshafen für die Produktion von TDI und Antwerpen für die Produktion von MDI ( Diphenylmethandiisocyanat) und Propylenoxid.

TDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für den Spezialkunststoff Polyurethan. Es wird zu einem großen Teil in der Automobilindustrie (z. B. Sitzpolster und Innenverkleidungen) sowie in der Möbelindustrie (z. B. flexible Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holz­beschichtungen) eingesetzt.

Zur CHEMIE TECHNIK Meldung über das TDI-Projekt vom 1.6.2011 gelangen Sie hier

 

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