NewsEvonik investiert in Hohlfaserspinnanlage zur Membran-Produktion
25.01.2012, 07:18
Evonik Industries investiert am Standort Schörfling in Österreich einen höheren einstelligen Millionenbetrag in eine Produktionsanlage zur Fertigung von Hohlfasermembranmodulen. Die Membrantechnologie ermöglicht eine energieeffiziente Aufbereitung von Biogas zu Biomethan, das ins öffentliche Erdgasnetz eingespeist wird.
Die neue Anlage soll noch dieses Jahr in Betrieb gehen, um die wachsende Nachfrage des Biogas-Marktes zu bedienen. "Mit der Investition stärken wir gezielt unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Gasseparationsmembranen und unser Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien durch einspeisefähiges Biomethan", erklärt Dr. Axel Kobus, Leiter des Wachstumssegmentes Fibres & Membranes, und ergänzt: "Im Vergleich zu anderen Verfahren benötigt unsere Membrantechnologie keine zusätzlichen Hilfschemikalien; es entstehen keine Abfälle oder Abwässer, die entsorgt werden müssen."
Das Verfahren arbeitet auch in kleineren Anlagen wirtschaftlich. Grundlage der Technologie sind Membranen auf Basis von Hochleistungspolymeren, die bisher zum Beispiel als Fasern weiterverarbeitet werden und in der Heißgasfiltration zum Einsatz kommen. Diese Membranen ermöglichen bei Drücken von bis zu 25 bar damit in einem Prozessschritt eine verbesserte Trennung von Kohlendioxid und Methan bei stabiler Selektivität. Das Methan lässt sich so auf über 99 % aufreinigen. Energetisch aufwändige, hohe Rückführströme oder nachgeschaltete Verfahrensschritte mit hohen Zusatzkosten sind nicht notwendig.
25.01.2012, 07:18
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