Artikel Kartuschen punktgenau kennzeichnen
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Bei ASP in Untermeitingen produzieren sieben Abfüllanlagen pro Tag 40 bis 50.000 Kartuschen mit den Dichtungsmassen Silicon und Acryl. Diese finden nach dem Etikettieren und Verpacken entweder über verschiedene Großhändler ihren Weg in die Baumärkte oder werden als sogenannte Privatelabel-Materialien an Großabnehmer geliefert.
Klaus Hagedorn, Leiter des Ein- und Verkaufes bei ASP, berichtet: „Wir können in allen Bereichen jeden Kundenwunsch erfüllen. Sei es für besondere Materialien über verschiedenste Verpackungsarten bis hin zu allen Gebindegrößen. Eine wichtige Aufgabe kommt natürlich dabei der Kennzeichnungstechnik zu - schließlich möchte jeder Kunde sein individuelles Etikett auf dem Produkt haben. Ebenso wichtig sind Chargen- und Haltbarkeitsinformationen. Wir haben bereits schon sehr gute Erfahrungen mit unseren bisherigen Kennzeichnungssystemen gemacht. Da war es naheliegend, auch unsere neuesten vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsanlangen mit den Systemen dieses Herstellers auszustatten."
Absolut textsicher
Direkt nach dem Abfüllen der Dichtungsmasse aus großen Pressbehältern in handelsübliche Kartuschen wird mit einem Continuous Inkjet-Codierer der Linx-Serie oben auf den Rand rundum eine Chargen- und Haltbarkeitsinformation aufgedruckt.
Dank der einfachen und logischen Menüstruktur sind die Druckdateneingabe wie auch alle anderen Bedienvorgänge selbsterklärend. „Trotzdem nutzen wir die praktische Automatikfunktion", erklärt Klaus Hagedorn. „Die Chargennummer schreibt sich vollautomatisch als julianisches Datum weiter. Müssen andere oder weitere Informationen aufgebracht werden, ist das auch kein Problem. Bei laufender Produktion während des Codiervorganges können Texte bearbeitet oder neu angelegt werden. Mit dem Linx haben wir größte Betriebseffizienz und Flexibilität."
Damit bei der Eingabe neuer, zusätzlicher Druckinhalte nicht versehentlich bestehende Inhalte überschrieben oder verändert werden können, gibt es vordefinierte Platzhalter. Diese Remote-Felder lassen sich einfach über Funktionstasten aufrufen.
Wer kann schon beim Drucken Geld sparen?
Die bei ASP im Einsatz befindlichen Linx Continuous Inkjet-Systeme weisen darüber hinaus noch eine besondere technische Besonderheit auf: Beim Codieren werden über eine intelligente Softwaresteuerung die Tintenrückführung und der Lösemittelverbrauch automatisch an die Anforderung angepasst, sodass sich der Solventverbrauch um bis zu 40% reduziert. Das spart Kosten und schont die Umwelt!
Besonders praktisch: Bei Schichtende werden die Produktionsmaschinen heruntergefahren, und sämtliche notwendigen Spül- und Reinigungsroutinen der Codierer starten vollautomatisch. Auch das finale Abschalten vom Stromnetz machen die Linx-Codierer dann von ganz alleine.
Tempo mit Tamp-blow
Etwas weiter hinter dem Inkjet-Codierer werden die befüllten Kartuschen noch mit dem notwendigen EAN13-Verkaufsetikett ausgestattet. Das gerade einmal 37 x 20 mm große Etikett wird bei ASP mit einem Etikettendruckspender vom Typ Legi-Air 4050 E aufgebracht. Da 45 Kartuschen/min durchlaufen, bleibt für das Bedrucken und Aufspenden der Etiketten nur ein relativ kleines Zeitfenster. Für eine optimale Verarbeitung dieser Etikettengröße in der nötigen Geschwindigkeit, ist der Legi-Air 4050 E mit einem Druckmo?dul mit Corner-Edge-Thermotransfer-Drucktechnik ausgestattet. Mit Corner-Edge-Druckköpfen lassen sich besonders kleine Etiketten mit Barcodes in höchster Qualität bedrucken. Der Barcode kann auch ohne weiteres in der Leiterform, also quer zur Druckrichtung abgebildet sein. Im Tamp-blow-Verfahren werden die Etiketten mit einem Druckluftstoß auf die Kartusche aufgeschossen. Diese Arbeitsweise, bei der das Produkt nicht mit dem Spendestempel berührt wird, hat auch den Vorteil, dass im Bereich des Spendestempels kein Verschleiß stattfindet. Gleichzeitig können so selbst empfindliche konvexe, konkave und uneben geformte Oberflächen schonend und sicher etikettiert werden.
Etikett macht Punktlandung
Kniffelig ist, dass auf den runden Kartuschen das Etikett an einer ganz bestimmten Stelle appliziert werden muss. Hierfür ist über dem Förderband ein Sensor angebracht, der die Kartusche ins „Visier" nimmt. Die Kartusche wird unter dem Spender solange gedreht, bis die vorgesehene Position für das Etikett vom Sensor erkannt wird. Erst dann - genau im richtigen Augenblick - fährt der High-speed-Applikator herunter und bläst das kleine Etikett mit einer Positionsgenauigkeit von ± 0,8 mm auf die Kartusche auf. Mit den entsprechenden Informationen versehen, sind die Kartuschen dann bereit, den Weg in den Handel anzutreten.n
Entscheider-Facts
Für Anwender
- Direkt nach dem Abfüllen der Dichtungsmasse in handelsübliche Kartuschen wird mit einem Continuous Inkjet-Codierer der Linx-Serie oben auf den Rand rundum eine Chargen- und Haltbarkeitsinformation aufgedruckt.
- Damit bei der Eingabe neuer, zusätzlicher Druckinhalte nicht versehentlich bestehende überschrieben oder verändert werden können, gibt es vordefinierte Platzhalter. Diese Remote-Felder sind einfach über Funktionstasten aufrufbar.
- Tintenrückführung und Lösemittelverbrauch werden über eine intelligente Softwaresteuerung an die Anforderung angepasst.
- Nach dem Inkjet-Codierer werden die befüllten Kartuschen noch mit dem notwendigen EAN13-Verkaufsetikett ausgestattet. Mit Corner-Edge-Druckköpfen lassen sich besonders kleine Etiketten mit Barcodes in höchster Qualität bedrucken.
Achema 2012 Halle 3.1 H27
Autor: Selma Kürten-Kreibohm, Redakteurin Bluhm Systeme
Ausgabe:05/2012 Mai
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