NewsLanxess investiert in Antwerpen 75 Mio. Euro in Anlage für Hightech-Kunststoffe
04.06.2012, 07:28
Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat in Antwerpen den Grundstein für eine 75 Mio. Euro-Investiton zum Bau einer neuen Anlage für Hightech-Kunststoffe gelegt. Die World-Scale-Anlage für Polyamid-Kunststoffe ist für eine Jahreskapazität von rund 90.000 Tonnen ausgelegt und soll im ersten Quartal 2014 in Betrieb genommen werden.
Erweiterung | Ausbau | Investition | Lanxess
Die neue Anlage zur Polymerisierung von Hightech-Kunststoffen entsteht in unmittelbarer Nähe zur Caprolactam-Anlage, die Lanxessin Antwerpen betreibt. Caprolactam ist das zentrale Vorprodukt für die Kunststoff-Herstellung bei Lanxess. „Durch diesen neuen Anlagenverbund können wir künftig von Antwerpen aus unser globales Netzwerk von Compoundier-Betrieben mit Polyamid-Kunststoffen bedienen. Damit wird Antwerpen mehr denn je das Herzstück unseres weltweiten Geschäfts", sagte Michael Zobel, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM) bei der Grundsteinlegung der neuen PA-Anlage. Die in Antwerpen hergestellten Kunststoffe werden im weltweiten Netzwerk des Unternehmens in Compoundier-Anlagen zu den finalen Produkten der Marke Durethan weiterverarbeitet.
„Diese Investition ist ein weiterer Meilenstein auf unserem globalen Wachstumskurs und ein deutliches Bekenntnis zum Standort Antwerpen. Hightech-Kunststoffe spielen eine zentrale Rolle für unsere weltweite Strategie. Unsere Wachstumspläne sind auf Innovationen und Technologien ausgerichtet, die die globalen Megatrends bedienen. Dabei stehen besonders Lösungen für nachhaltige Mobilität im Fokus", sagte Axel C. Heitmann, Vorsitzender des Vorstands des Chemiekonzerns, anlässlich der Grundsteinlegung für die neue Polyamid-Anlage. Die globale Nachfrage nach Hightech-Kunststoffen wird bis 2020 jedes Jahr voraussichtlich um fünf bis sechs Prozent steigen. Vor allem die Automobilindustrie ist ein starker Wachstumstreiber.
Das Unternehmen baut sein globales Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe derzeit stark aus. Weitere neue Anlagen entstehen derzeit in Gastonia/USA sowie im brasilianischen Porto Feliz. Im Januar 2012 hat der Konzern bereits eine neue Produktionsanlage im indischen Jhagadia in Betrieb genommen sowie in den vergangenen Monaten die Kapazität seiner bestehenden Anlage im deutschen Hamm-Uentrop verdoppelt. In 2011 hatte das Chemieunternehmen die Erweiterung der Produktion von Caprolactam in Antwerpen abgeschlossen. Durch die Erweiterung ist die jährliche Produktionskapazität für Caprolactam von 200.000 Tonnen um zehn Prozent gestiegen. Auch in sein Glasfaser-Werk im Antwerpener Hafen investiert das Unternehmen. Derzeit wird dort ein Schmelzofen erneuert, der zweite folgt im Frühjahr 2013. Die jährliche Produktionskapazität für Glasfasern von aktuell rund 60.000 Tonnen wird um zehn Prozent erweitert.
Insgesamt hat Lanxess in den vergangenen 24 Monaten 185 Millionen Euro in sein weltweites Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe investiert. Davon allein 125 Millionen in seine Werke in Antwerpen - einschließlich der neuen Kunststoff-Anlage.
04.06.2012, 07:28



