Artikel RFID-Technologie in Dichtungen

14.09.2012

Fliegende Kontrolle

Der Teufel steckt im Detail: Wollen Betreiber eine möglichst effiziente und stabile Produktion aufrecht erhalten, sind regelmäßige Anlagen-Kontrollen Pflicht. Und das bis zu den Kleinteilen wie Dichtungen. Damit Stillstand-Zeiten auch wirklich nur dann entstehen, wenn Teile auszutauschen sind, setzt ein Dichtungshersteller auf berührungslose RFID-Technologie.

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Das RFID-System (Radio-Frequency Identification) von Parker besteht aus einem Transponder (Mikrochip), der sich beispielsweise in einem O-Ring oder einem kundenspezifischen Elastomer-Formteil befindet und einen kennzeichnenden Code enthält, sowie einem Lesegerät oder Scanner zum Auslesen der vorher programmierten Daten. Vorstellbar sind hier beispielsweise die Batch-Nummer aus der Produktion, das Datum der Herstellung, relevante Freigaben, Materialinformationen oder auch Einbaudaten.


Reduzierte Stillstandzeit, erhöhte Sicherheit
Die Chips kann der Anwender dann mit dem System in ihrer Position leicht lokalisieren und im laufenden Betrieb abrufen, ohne eine Demontage vornehmen zu müssen. Muss ein Techniker also eine Dichtung austauschen, so kann er die hierfür relevanten Daten noch vor dem Ausbau auslesen und entsprechenden Ersatz aus dem Lager besorgen oder aber beim Hersteller ordern. Hierdurch verringert sich in der Folge die nötige Stillstandzeit der Anlage. Gleichzeitig erhöht die Technologie die Fälschungssicherheit, da sich die Dichtungsringe auf rein optischer Ebene nur schwer voneinander unterscheiden lassen und Laboranalysen einen hohen Zeit- und Kostenaufwand bedeuten. Durch das Auslesen der Chips können Betreiber den Anlagenservice gemäß GMP (Good Manufacturing Practice) ohne Beeinträchtigung der Dichtfunktion optimieren und Stillstandzeiten, soweit nötig, reduzieren. Das Abrufen der Daten ist über eine Entfernung von 10 m möglich, wobei das System ab einer Temperatur von mehr als 121 °C in einen Schlafmodus geht und sich anschließend bei Temperaturen unterhalb 121 °C wieder selbstständig reaktiviert. Grundsätzlich sind alle Elastomere mit einem Schnur-Durchmesser über 3,8 mm für das System geeignet. [pb]

Fachpack 2012 Halle 2 - 233

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