Artikel Yokogawa zeigte zur Achema ein Konzept für zukünftiges Plant Asset Management

01.08.2012

Mit dem Tablet am Asset

Dass Plant Asset Management (PAM) in der Chemie bislang wenig praktiziert wird, liegt unter anderem auch daran, dass die damit verbundenen Tätigkeiten in den Betrieben bislang als zusätzlicher Aufwand gesehen werden. Zur Achema zeigte Yokogawa ein Konzept, mit dem Wartungsarbeiten und deren automatische und drahtlose Erfassung im PAM deutlich vereinfacht werden können.

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Wie schafft man es, Aufgaben des Plant Asset Managements (PAM) in den Betriebsalltag zu integrieren? Mit der Beantwortung dieser Frage steht und fällt das seit mehr als zehn Jahren in der Prozessautomation diskutierte Thema. Denn das Nutzenpotenzial von PAM ist hoch: Erst die systematische Erfassung und Überwachung der Assets - das können einerseits Elemente der Automatisierungstechnik, aber auch jede andere Anlagenkomponente wie Pumpen, Apparate, Behälter etc. sein - ermöglicht es, den Betrieb der Anlage nach den jeweils erforderlichen Randbedingungen zu optimieren. Im betrieblichen Alltag scheitert PAM bislang meist am zusätzlichen Aufwand: „Bislang hören wir ganz oft das Argument: ,Wir haben keine Zeit für Effizienzarbeiten‘", erläutert Tim Henrichs, Head of Business Development beim Automatisierungshersteller Yokogawa, die Situation.

Um die Hürde zu verringern, hat das Unternehmen neben Dienstleistungen (siehe Bericht in CT 11/2011) nun auf der Achema ein System entwickelt, das es dem Anlagenpersonal ermöglicht, per Bilderkennung in der Anlage Assets zu identifizieren, deren Wartungsstatus abzufragen und Wartungsberichte drahtlos an ein Plant Asset Managementsystem zu übertragen. Der Anwender richtet dabei einen Tablet-Computer - auf der Achema kam dazu ein Motorola-Gerät mit Android-Betriebssystem zum Einsatz - auf ein mit einem Tag gekennzeichnetes Asset der Anlage.  Per Bilderkennung erscheinen dann die relevanten Wartungsinformationen auf dem Bildschirm. „Es geht darum, PAM in der gesamten Anlage verfügbar zu haben, und nicht nur irgendwo in einem Server", erklärt Henrichs: „Wir glauben, dass das ein entscheidender Schritt nach vorne ist, damit die Menschen in der Anlage wirklich effektiv eingesetzt werden und sich um PAM kümmern können."
Das Automatisierungsunternehmen hat die Technik und Softwareanbindung bereits funktionsfähig, derzeit arbeitet der Hersteller daran, das System auch für Ex-Bereiche einsetzbar zu machen. In Zukunft könnte das System sogar per Hologramm in eine Schutzbrille integriert werden. Henrichs: „Augmented Reality odz ein Schritt nach vorne, um die Wartung effektiver zu machen."

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