NewsBASF nimmt erweiterte Methansulfonsäure-Anlage in Betrieb
07.09.2012, 13:13
Die BASF hat die erweiterte Anlage zur Herstellung von Methansulfonsäure in Ludwigshafen in Betrieb genommen. Sie hat eine Kapazität von 30.000 t/a und verdreifacht damit die bisherige Kapazität. Um den weltweit wachsenden Markt für diese Säure bedienen zu können, plant das Chemieunternehmen den Bau weiterer Anlagen, unter anderem in Malaysia.
BASF | Methansulfonsäure | Produktionsanlage | Ludwigshafen | Inbetriebnahme
„Um den Ansprüchen des wachsenden Marktes weltweit gerecht werden zu können, evaluieren wir derzeit weitere Optionen. In einem nächsten Schritt planen wir in der Region Asien/Pazifik, Malaysia, den Bau einer neuen Methansulfonsäure-Anlage", so Gabriel Tanbourgi, Leiter des Unternehmensbereichs Care Chemicals der BASF.
Petronas und BASF haben im März dieses Jahres vereinbart, ein neues Gemeinschaftsunternehmen zu gründen (BASF 60 %; Petronas 40 %), um gemeinsam neben weiteren Anlagen auch eine Produktionsanlage für Methansulfonsäure zu bauen und zu betreiben. Diese Anlagen entstehen an einem neuen Standort innerhalb des von Petronas geplanten Komplexes Refinery & Petrochemical Integrated Development (Rapid) in Pengerang, Johor, Malaysia.
Methansulfonsäure (BASF-Handelsname Lutropur) wird beispielsweise in Industrie- und Haushaltsreinigern und in galvanischen Bädern zur Leiterplatten- und Weißblechherstellung eingesetzt. In der pharmazeutischen und in der chemischen Industrie wird es als Synthesebaustein und als Katalysator verwendet. Die geruch- und farblose, starke organische Säure ist leicht handhabbar und wirkt weder oxidierend noch reduzierend. Sie ist biologisch leicht abbaubar und im Gegensatz zu anderen Methansulfonsäure-Qualitäten wird beim BASF-Herstellungsverfahren kein Chlor eingesetzt. Aufgrund der hohen Löslichkeit ihrer Salze und der vergleichsweise geringen Korrosivität wird sie zum Beispiel zunehmend als Alternative für Phosphorsäure in Reiniger-Formulierungen eingesetzt. Damit trägt Lutropur zum Gewässerschutz bei, da große Phosphatmengen in Abwässern zur Eutrophierung von Gewässern führen.
(dw)
07.09.2012, 13:13
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