NewsYokogawa automatisiert Chloralikali-Elektrolyse von Akzo Nobel
28.09.2012, 07:19
Die Akzo Nobel Engineering & Operational Solutions in Arnhem, Niederlande, hat Yokogawa Deutschland, Ratingen, als 'Main Automation Contractor' (MAC) mit der Automatisierung bei der Modernisierung und Erweiterung der Chloralkali-Produktion in Frankfurt-Höchst beauftragt.
Yokogawa | Prozessautomatisierung | Chloralkali-Elektrolyse | Akzo Nobel | Frankfurt-Höchst
Im Zuge des gerade begonnenen Projekts, das bis Ende 2013 abgeschlossen sein soll, wird dort eine neue Membranelektrolyse-Technologie installiert, um die Kapazitäten für Chlor und Natronlauge am Standort zu verdoppeln und gleichzeitig den Energiebedarf je Tonne Produkt um fast 30 % zu senken.
Die Aufgaben des MAC schließen die Verantwortung als Lieferant der Automatisierungssysteme (Main Automation Vendor, MAV) sowie der Feldinstrumentierung (Main Instrumentation Vendor, MIV) ein. Neben dem Prozess- und Produktionsleitsystem Centum VP mit integrierter S-SPS vom Typ Prosafe-RS und insgesamt rund 3.500 E/A-Signalen liefert der Automatisierungshersteller Systeme für das Plant Asset Management (Plant Resource Manager) sowie Schnittstellen zum PIMS (Plant Information Management System). Hinzu kommt die Auslegung der kompletten Feldinstrumentierung, wobei Yokogawa selbst rund ein Drittel der Feldgeräte liefert. In dem Projekt werden weitgehend die digitale Foundation Fieldbus-Kommunikation (FF) und rund 500 FF-Geräte zum Einsatz kommen. Die Schulung von Betriebs- und Wartungsmannschaften im Umgang mit den Automatisierungssystemen einschließlich des Feldbusses sind ebenfalls Teil des Projekts.
Im Zuge der Installation wird die benachbarte Salzsäure-Elektrolyse, die bereits mit einem Centum CS3000-System automatisiert ist, zunächst nach Centum VP R5 migriert und dann in ein umfassendes Gesamt-Leitsystem eingebunden; dies soll zusätzliche organisatorische und logistische Vorteile erschließen. Auch die dritte Anlage von Akzo Nobel am Strandort Frankfurt, die der Chlorierung von Methan dient, wird von einem Centum-System gesteuert.
Ralf Tormöhlen, Manager Industrial Automation Sales & Marketing von Yokogawa, erklärt: „Ein Auftrag dieser Größenordnung gibt uns Gelegenheit, unsere Kompetenz entlang der gesamten Automatisierungspyramide umfassend unter Beweis zu stellen. Ich bin überzeugt, dass der ganzheitliche Ansatz im Rahmen unseres Vigilantplant-Automatisierungskonzepts technische und wirtschaftliche Vorteile für den Betreiber über den ganzen Anlagen-Lebenszyklus hinweg erschließen wird."
(dw)
28.09.2012, 07:19
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