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Thyssenkrupp baut Anlagenbausparte weiter um

08.07.2016 Das rückläufige Auftragsvolumen im Anlagenbaugeschäft macht dem Essener Thyssenkrupp-Konzern zu schaffen. Spartenchef Michael Wegmann treibt deshalb die Neuausrichtung voran - und tauscht die hälfte der Manager der oberen Führungsebene aus.

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Jens-Michael Wegmann, Thyssenkrupp Industrial Solutions,

Jens-Michael Wegmann, CEO von Thyssenkrupp Industrial Solutions, baut die Engineering-Sparte um (Bild: Redaktion)

„Wir bewegen uns in einem herausfordernden Umfeld. Der Anlagenbau ist von Natur aus Schwankungen unterlegen. Wir haben viele Stärken, die uns in der Vergangenheit sehr erfolgreich gemacht haben. Aber wir haben auch Verbesserungspotenzial identifiziert und Luft nach oben“, wird Jens Michael Wegmann, der seit Oktober 2015 als CEO den Geschäftsbereich Industrial Solutions leitet, in einer aktuellen Pressemeldung des Konzerns zitiert.

Der bereits eingeleitete Änderungsprozess „planets“ zielt darauf, einzelne Geschäftsbereiche stärker zu verzahnen und Synergieeffekte zu erreichen. Wegmann: „Mit unserer neuen Netzwerk-Struktur, dem Ausbau des Service-Geschäfts und der Neuordnung unserer Geschäftseinheiten stellen wir den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns.“

Teil der Neuausrichtung sei es, regionale Kompetenzen zu stärken: Die neue Struktur soll zum neuen Geschäftsjahr ab 1. Oktober umgesetzt werden. Industrial Solutions wird sein Geschäft dann in insgesamt acht Geschäftseinheiten (Business Units) führen: Industrial Specialties, Mining Technologies, Cement Technologies, Electrolysis & Polymers Technologies, Fertilizer Technologies, Services sowie Marine Systems und System Engineering.

Stärkung des Servicegeschäfts und Bündelung der Projektabwicklungs-kapazitäten
Zur Stärkung des Servicegeschäfts werden in der neu geschaffenen Business Unit Services erstmals die Serviceaktivitäten des Großanlagenbaus gebündelt. Perspektivisch soll der Anteil des Servicegeschäfts von derzeit rund 13 Prozent auf rund ein Drittel mehr als verdoppelt werden. Die Abwicklungs- und Projektmanagementfunktionen werden in einem Network of Excellence zusammengeführt und damit unternehmensweit zentral gesteuert.

Personeller Neuanfang sichert Veränderung
Um den erweiterten Führungsaufgaben des Bereichsvorstandes gerecht zu werden wird die Position des Chief Operating Officer im Bereichsvorstand des Geschäftsbereichs Industrial Solutions neu geschaffen. Über die Besetzung soll zeitnah entschieden werden. Neuer CFO ist seit 1. Juni Stefan Gesing (38), der zuvor den Bereich Controlling, Accounting & Risk in der Konzernzentrale von thyssenkrupp geleitet hat. Bereits seit 1. Mai 2016 leitet Johan P. Cnossen (56) das Transformationsbüros für die Umsetzung von „planets“. Insgesamt werden in der oberen Führungsebene des Geschäftsbereichs rund 50 Prozent der Führungspositionen neu besetzt.

Hier finden Sie die ausführliche aktuelle Pressemeldung von Thyssenkrupp.

Hier finden Sie weitere CT-Meldungen zum Umbau der Anlagenbausparte von Thyssenkrupp.

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