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Thyssenkrupp im Aufwind – außer bei Industrial Solutions

11.08.2016 Thyssenkrupp hat seine Zahlen für das 3. Quartal veröffentlicht. In fünf von sechs Segmenten verzeichnet der Konzern wieder Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt aber weiterhin viel Luft nach oben.

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Thyssenkrupp im Aufwind – außer bei Industrial Solutions

Thyssenkrupp kann für das 3. Quartal in fast allen Bereichen Wachstum melden – nur Industrial Solutions schwächelt im Vergleich zum Vorquartal. (Bild: Tomas Sereda – Fotolia)

Die Industriegütergeschäfte und das Effizienzsteigerungsprogramm „Impact“ sind auch im laufenden Geschäftsjahr die stabilisierenden Faktoren für das Unternehmen: Die konzernweiten Einsparungen liegen mit mehr als 700 Mio. Euro über den Planungen. Insgesamt sind die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres jedoch wie erwartet durch schwierigen Bedingungen auf den Werkstoffmärkten und die anhaltend hohen Stahlimporte geprägt. Im 3. Quartal zeigten sich allerdings bereits Erholungstendenzen, die in allen Werkstoffgeschäften zu Verbesserungen bei den wichtigsten Kennzahlen gegenüber dem Vorquartal führten. Auf dieser Basis bekräftigt der Konzern die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr.

Die Zahlen im Detail

Das Bereinigte Ebit konnte das Unternehmen im 3. Quartal zwar auf 441 Mio. Euro steigern, im Vorjahresvergleich sind aber durch den Rückgang bei den Werkstoffgeschäften weiterhin Verluste zu verzeichnen. In den ersten 9 Monaten sank das Bereinigte Ebit um 259 Mio. Euro auf 1.001 Mio. Euro (Vorjahr: 1.261 Mio. Euro) sowie im 3. Quartal um 98 Mio. Euro auf 441 Mio. Euro (Vorjahr: 539 Mio. Euro). Gegenüber dem Vorquartal konnten fünf von sechs Business Areas im 3. Quartal mit einem besseren Bereinigten Ebit abschließen. Steel Americas erzielte mit 39 Mio. Euro ein positives Ergebnis. Lediglich Industrial Solutions lag unter dem Q2.

Im 3. Quartal konnte der Konzern mit 124 Mio. Euro den Periodenüberschuss gegenüber dem Vorquartal von 45 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Unterm Strich ergab sich in den ersten 9 Monaten ein Periodenüberschuss von 115 Mio. Euro (Vorjahr: 279 Mio. Euro). Nach Abzug der Minderheitenanteile ergab sich ein Periodenüberschuss von 168 Mio. Euro (Vorjahr: 297 Mio. Euro).

Ausblick

Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Bereinigten Ebit des Konzerns von mindestens 1,4 Mrd. Euro und einem Periodenüberschuss auf Vorjahresniveau (Vorjahr 268 Mio. Euro). Das Effizienzsteigerungsprogramm „Impact“ soll dazu Ebit-Effekte von mindestens 850 Mio. Euro beisteuern. Der Free Cashflow vor M&A soll – abhängig vom Anzahlungszeitpunkt bei Großaufträgen – zwischen einem niedrigen negativen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bis ausgeglichenem Betrag liegen.

Hier finden Sie die komplette Meldung.

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