Transmitter ade: Krohne stellt digitale Analysesensoren mit 4…20 mA-Anschluss vor

08.04.2013 Mit digitalen elektrochemischen Sensoren zur Messung von pH, Leitfähigkeit und Redoxpotenzial will Krohne Messtechnik den Analysemarkt aufmischen: Im Gegensatz zu analogen und den bislang verfügbaren digitalen Sensoren verzichtet der Hersteller beim „Smartsens“ genannten System auf die bislang üblichen Transmitter zwischen Sensor und Steuerung bzw. Leitsystem. 

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Die Analysesensoren werden direkt über die Stromschleife gespeist und können ohne Transmitter direkt an ein Prozessleitsystem angeschlossen werden. „Das mindert das Risiko von Ausfällen entlang der Kette vom Sensor bis zum Prozessleitsystem und vereinfacht die Handhabung der Analysesensoren erheblich“, erläutert Dr. Wolfgang Babel, der bei Krohne für die Entwicklung der Analysetechnik verantwortlich ist. Babel hatte vor seinem Weggang bei Endress+Hauser bereits die Einführung der Memosens-Technik begleitet. Bei dieser werden Daten und Energie zwischen Sensorsteckkopf und Datenkabel zum Transmitter induktiv übertragen, allerdings ist dort ein Transmitter erforderlich. 

Die in Zweileitertechnik konzipierten Smartsens-Sonden sollen künftig auch in den Ex-Zonen 0 bis 2 eingesetzt werden. Die Kommunikation erfolgt über 4…20 mA/Hart. „Krohne ist damit der erste Anbieter, der eine direkte Verbindung per standardisiertem Feldbus vom Sensor zum Prozessleitsystem bietet“, erklärt Babel. Da die Kalibrierdaten im Sensor gespeichert werden, können die digitalen Sensoren im Wechselbetrieb eingesetzt werden. Dadurch ist es möglich, auf eine aufwändige Vor-ort-Kalibration zu verzichten und die Sensoren unter kontrollierten Bedingungen offline im Labor zu kalbrieren. „Dabei kann die Glasemembran im KCl-Bad regeneriert werden, wodurch sich die Standzeit der Sensoren deutlich verlängert“, beschreibt Babel einen Vorteil der Offline-Kalibrierung. Neben niedrigeren Investitionskosten durch den Wegfall des Transmitters rechnet der Hersteller aufgrund der Laborkalibration mit deutlich niedrigeren Wartungskosten als beim Einsatz analoger Sensoren.Für die Offline-Kalibrierung können die Sensoren per USB-Schnittstellenkabel für die bidirektionale Hart 7-Kommunikation und Stromversorgung an einem PC angeschlossen werden. Die Bedienoberfläche liefert dann dieselbe Pactware (FDT/DTM), die auch das Assetmanagement-System verwendet.

[AS]

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