Uhde übernimmt HTW-Verfahren zur Kohlevergasung von RWE Power

10.01.2011 Uhde hat von RWE Power die Technologie des Hochtemperatur-Winkler-Verfahrens (HTW) übernommen. Als alleiniger Eigentümer des Verfahrens tritt der Dortmunder Anlagenbauer nun als Technologie- und Lizenzgeber für das Verfahren auf.

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Uhde übernimmt HTW-Verfahren zur Kohlevergasung von RWE Power

Hauptsitz von Uhde in Dortmund (Bild: Uhde)

„Neben der Flugstromvergasung, unserem Prenflo-Verfahren, steht Uhde mit dem HTW-Verfahren nun ein Kohlevergasungsprozess zur Verfügung, der besonders für Braunkohlen, Steinkohlen mit hohen Ascheschmelzpunkten sowie für Biomassen wie Holz, Torf, aber auch Hausmüll geeignet ist. Gerade bei diesen Einsatzstoffen wird ein großer Zukunftsmarkt gesehen“, sagt Karsten Radtke, Leiter des Uhde-Bereichs Gastechnik. Die Zusammenarbeit zwischen RWE und Uhde geht zurück auf das Jahr 1975, als im Zuge der ersten Ölkrise die Kooperation zur Entwicklung eines Wirbelschicht-Vergasungsprozesses für die Nutzung der rheinischen Braunkohle vereinbart wurde. Das HTW-Verfahren ist eine Weiterentwicklung der ursprünglich bei Umgebungsdruck arbeitenden Winkler-Kohlevergasung. Die Vorteile liegen im Wesentlichen in der besseren Rohstoffnutzung, der erheblich größeren Vergaserkapazitäten für Großanlagen und in der Vermeidung der Bildung von Nebenprodukten. Das HTW-Verfahren wurde vom RWE-Konzern über Jahrzehnte hinweg konsequent weiterentwickelt.

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